Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen gegründet
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Schwerpunktprogramm "gsund und zwäg i de Schuel" nimmt Formen an
Im Rahmen des Schwerpunktprogramms "gsund und zwäg i de Schuel" haben sich heute in Aarau zwölf Aargauer Schulen zum "Kantonalen Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen" (KNGS Aargau) zusammengeschlossen. Das Programm wird von den Departementen Gesundheit und Soziales (DGS) und Bildung, Kultur und Sport (BKS) getragen. Die Schulen wollen auf freiwilliger Basis Gesundheitsförderung in ihre Entwicklung integrieren.
Im August 2009 hat der Regierungsrat das Schwerpunktprogramm "gsund und zwäg i de Schuel" bewilligt. Es verfolgt die Vision, dass in allen Schulen gesund gelernt und gelehrt wird. Zwei Netzwerke bilden bei der Umsetzung die Basis des interdepartemental getragenen und einstweilen bis 2013 laufenden Programms: Das heute gegründete KNGS Aargau und ein so genanntes Partner-Netzwerk, das Anbieter bzw. Partner gesundheitsfördernder Angebote vernetzt und am 29. Oktober 2010 gegründet wird.
Vernetzte schulische Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung in der Schule wird künftig kantonal koordiniert, um die Wirkung für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für Lehrpersonen zu verstärken. Sinnvoll ist die Gründung des KNGS zudem, weil das Schweizerische Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen (SNGS) nur noch regionale Netzwerke und keine Einzelschulen mehr betreuen will. Zwölf von ehemals dreizehn SNGS-Mitgliedsschulen sind vor diesem Hintergrund dem KNGS Aargau beigetreten, das gleichzeitig Mitglied im SNGS wird.
Die Mitgliedschaft im KNGS Aargau bietet den Schulen den Vorteil, dass sie dank der Systematisierung der Angebote durch eine beim DGS angesiedelte Koordinationsstelle entlastet werden. Diese sichtet und strukturiert die Angebote des Partner-Netzwerks und prüft sie auf ihre Eignung für die Schulen. Das bedeutet, dass der Suchaufwand für die Schulen entfällt, Orientierung und Übersicht dafür steigen. Zudem können Schulen und Partner dank dieser Koordination gleichberechtigt miteinander und voneinander lernen.
Freiwillige Gesundheitsförderung
Das KNGS Aargau soll den Austausch unter den Mitgliedsschulen erleichtern und verfolgt das Ziel, Gesundheitsförderung auf freiwilliger Basis in der Schulstruktur zu verankern. Gesundheitsförderung soll damit Teil des Leitbilds und der Mehrjahresplanung werden. Sie ist schon heute als Aufgabe der Schule im Schulgesetz festgeschrieben. Die Schulen bezeichnen dazu eine Beauftrage oder einen Beauftragten und setzen ein Team für Gesundheitsförderung ein. Bei der Umsetzung werden sie bei Bedarf von qualifizierten Beratungspersonen unterstützt und begleitet. Für die Schulen entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Weitere Informationen unter www.ag.ch/kantonsarzt > Gesundheitsvorsorge > Schwerpunktprogramme > gsund und zwäg i de Schuel