Naturschutz im Wald
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Erfolgreiche 1. Etappe des "Naturschutzprogramm Wald"
In den letzten sechs Jahren konnten im Aargau rund 1400 Hektaren Wald Naturschutzprojekte realisiert werden. Damit ist die soeben abgeschlossene erste Etappe des "Naturschutzprogramm Wald" ein grosser Erfolg. In der zweiten Etappe, die im Januar begonnen hat und bis 2007 dauert, sollen als Schwerpunkt weitere 900 Hektaren Naturwaldreservate und Altholzinseln entstehen.
Die erste Etappe des "Naturschutzprogramm Wald" konnte erfolgreich abgeschlossen werden: Auf rund 1400 Hektaren Wald bekam der Naturschutz in den letzten sechs Jahren Vorrang vor allen anderen Waldfunktionen. Auf gut 1000 Hektaren haben sich die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer in Verträgen mit der Abteilung Wald des Finanzdepartementes verpflichtet, während 50 Jahren auf die herkömmliche Nutzung der Flächen zu verzichten. Die restlichen 400 Hektaren wurden als Spezialreservate eingerichtet.
Die Eindrücke und Ergebnisse der ersten Etappe wurden in der soeben erschienenen Broschüre "Der Aargauer Wald - Bäume, Holz und viel Natur" zusammengefasst. Die Schrift ermöglicht mit ihren eindrücklichen Bildern einen tiefen Einblick in die Flora und Fauna der Aargauer Naturwaldschutzflächen. Sie zeigt, dass seit 1996 sieben grössere und kleinere Naturschutzreservate - das grösste misst knapp 240 Hektaren - über den ganzen Kanton verteilt eingerichtet werden konnten. Dazwischen liegt ein Netz von 150 Altholzinseln und Sturmflächen "Lothar", in denen die Eigentümer während 50 Jahren auf die Holznutzung verzichten.
Ebenfalls über das ganze Kantonsgebiet verteilt liegen knapp 400 Hektaren Spezialreservate. Diese sollen in erster Linie die Lebensräume von licht- und wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten sichern und aufwerten. Dazu zählen beispielsweise Eidechsen und Schlangen, die in den Fels- und Blockschuttgebieten leben. Oder Orchideen, die in lichten Laub- und Föhrenwäldern vorkommen. Diese meist kleinflächigen Spezialstandorte bedürfen einer dauernden Pflege. Das grösste dieser Spezialgebiete befindet sich am Sunneberg in Möhlin: Das Reservat "Eichenwald" ist rund 200 Hektaren gross und soll unter anderem dem äusserst seltenen Mittelspecht die Lebensbedingungen langfristig verbessern. Um den potenziell artenreichen Übergangsbereich vom Wald zur offenen Flur aufzuwerten, wurden zudem auf 80 Kilometern Eingriffe in den Waldrandbereich vorgenommen.
In der ersten Etappe des "Naturschutzprogramm Wald" konnten bereits 28 Prozent der Flächenziele, die im Rahmen des Gesamtprojektes bis 2020 zu erreichen sind, realisiert werden. In der zweiten Etappe, die im Januar begonnen hat und bis 2007 dauert, sollen als Schwerpunkt weitere 900 Hektaren Naturwaldreservate und Altholzinseln eingerichtet werden.
Ein erstes Reservat dieser zweiten Etappe konnte am Montag "eingeweiht" werden: das 135 Hektar grosse Naturwaldreservat Homberg-Horn. 36 Hektaren davon besitzt die Ortsbürgergemeinde Wittnau, die restliche Fläche ist Staatswald. In den letzten drei Jahren erarbeitete die Abteilung Wald zusammen mit der Gemeinde die Pläne. Ende Januar konnten die Verträge unterzeichnet werden.