Nachhaltige Investition
:
Bauarbeiten im Auengebiet "Aarschächli" abgeschlossen
Im Aarschächli bei Rohr waren während sechs Monaten Baumaschinen im Dienste des Naturschutzes am Werk. Beim bisher grössten Bauprojekt des Auenschutzparks Aargau wurden ein Altarm der Aare wieder hergestellt und drei Amphibientümpel gebaut. Entstanden sind neue Lebensräume für auentypische Tiere und Pflanzen. Am 4. Juni fand im kleinen Rahmen die Einweihung dieser Stillgewässer statt.
Entlang der Aare, zwischen Aarau, Rohr und Rupperswil, entsteht in den nächsten Jahren der Auenschutzpark Aarau-Wildegg, das grösste zusammenhängende Auengebiet im Kanton Aargau. Im Aarschächli, auf dem Gemeindegebiet von Rohr, wurde am 4. Juni das bisher umfangreichste Projekt dieses Auenschutzparks eingeweiht. Mit der Wiederherstellung und der teilweisen Neuanlage eines über 300 Meter langen Aare-Armes sowie dem Bau von drei Kleingewässern für Amphibien konnte hier eine bedeutende ökologische Aufwertungsmassnahme realisiert werden.
Entstanden sind Lebensräume für auentypische Tiere und Pflanzen, die aus dieser Gegend verschwunden sind oder in den vergangenen Jahren stark zurückgedrängt wurden. Eisvogel, Wasserralle, Zwergtaucher und Ringelnatter aber auch der Biber sollen sich hier wieder ansiedeln.
In seiner Einweihungsansprache betonte der Aargauer Baudirektor Peter C. Beyeler denn auch die Bedeutung dieses Auengebietes für die Region: Wir haben hier ein wertvolles Naherholungsgebiet geschaffen, und es gilt jetzt, diesem Sorge zu tragen. Denn es geht beim Auenschutz nicht nur um das Fortbestehen von Biber, Eisvogel oder seltenen Uferpflanzen. Es geht vielmehr um eine eminent wichtige Investition in die nachhaltige Zukunftsentwicklung unseres Kantons.
Auch Regina Jäggi, Gemeindeammann von Rohr, freut sich über das gelungene Projekt und das Stück einzigartiger Auenlandschaft, das im Aarschächli nun am entstehen ist. In ihrer Ansprache richtete sie aber auch einen eindringlichen Appell an die bereits zahlreichen Besucherinnen und Besucher dieses neuen Naherholungsgebietes: Fauna und Flora im Aarschächli können nur gedeihen, wenn wir Menschen ihr den nötigen Respekt entgegenbringen und uns an minimale Verhaltensregeln halten. Sie spielte damit auf bereits erfolgte Einsätze des Rohrer Bauamtes an, welches das Gebiet rund um den See bereits mehrmals von achtlos weggeworfenem und liegen gelassenem Abfall säubern musste.