Moderater Anstieg der Arbeitslosenzahlen
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Positive Signale für den Arbeitsmarkt
Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau ist im Januar um 328 Personen angestiegen. Die Arbeitslosenquote im Aargau ist von 3,9 auf 4,1 Prozent angestiegen, in der Schweiz von 4,4 auf 4,5 Prozent. Der Anstieg ist weniger auf konjunkturelle als auf saisonale Gründe zurückzuführen. Mehr offene Stellen und weniger Kurzarbeitsgesuche sind zudem positive Signale für den Arbeitsmarkt.
Bei den sieben Regionalen Arbeitsvermittlungzentren (RAV) im Kanton Aargau waren im Januar 12'412 Personen arbeitslos gemeldet. Dies ist der höchste je im Aargau gemessene Wert. Auch die Zahl der Stellensuchenden ist um 216 auf den neuen Höchststand von 16'486 Personen angestiegen.
Anstieg hauptsächlich saisonal bedingt
Ein Anstieg der Arbeitslosen- und Stellensuchendenzahlen im Januar in diesem Umfang entspricht dem typischen Saisonverlauf. Die Höchststände sind also auf die hohen Basiswerte im Jahr 2009 zurückzuführen und nicht auf den Anstieg im Januar 2010. Bei den RAV waren Ende Januar 1'048 offene Stellen gemeldet; das sind 106 mehr als im Vormonat und 109 mehr als im Vorjahr.
Leichter Anstieg bei der Jugendarbeitslosigkeit
Im Januar ist auch die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen leicht angestiegen. In der Altersklasse der 15- bis 19-Jährigen waren im Januar 550 Personen arbeitslos, eine mehr als im Dezember 2009. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse beträgt wie im Vormonat 2,9 Prozent. In der Altersklasse der 20- bis 24-Jährigen sind 1'902 Personen arbeitslos; die Quote stieg von 7,0 auf 7,1 Prozent. Im Januar 2004 betrug sie 7,3 Prozent.
Deutlicher Rückgang der Kurzarbeitsgesuche
Im Monat Januar 2010 haben im Kanton Aargau 70 Betriebe die Einführung von Kurzarbeit beantragt. Das sind 36 weniger als im Vormonat. Potenziell sind in diesen 70 Betrieben gesamthaft 1'423 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen. Mit den Bewilligungen aus den Vormonaten könnten im Monat Februar 2010 im Kanton Aargau 8'632 Personen von Kurzarbeit betroffen sein bzw. es liegt für 8'632 Personen eine Bewilligung zur Einführung von Kurzarbeit vor. Erfahrungsgemäss nehmen aber die Betriebe die Kurzarbeitsentschädigung nur für einen Teil der Mitarbeitenden tatsächlich in Anspruch. Voranmeldungen für Kurzarbeit treffen vor allem aus der Maschinen- und Metallbauindustrie sowie aus der Baunebenbranche ein.