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Meilenstein zum neuen Fachhochschulcampus :
Büro B aus Bern gewinnt Architekturwettbewerb für die FH Markthalle in Brugg-Windisch

Das Büro B aus Bern gewinnt den Architekturwettbewerb für den neuen Fachhochschulcampus in Brugg-Windisch auf dem ehemaligen Markthalle-Areal. Gemäss Jury-Präsident Christian Peter, Geschäftsleitungsmitglied des Investors Hauser Rutishauser Suter AG aus Frauenfeld, fiel der Juryentscheid einstimmig. Für Regierungsrat Rainer Huber bildet das Projekt Campus einen massgeblichen Beitrag des Kantons Aargau zur Stärkung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Dort werden künftig die gesamte Hochschule für Technik und die Aargauer Standorte der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule für Wirtschaft konzentriert werden.

Zur Auswahl der Architekturteams für diese anspruchsvolle Aufgabe wurde unter der Regie des Investors HRS Hauser Rutishauser Suter AG ein zweistufiger öffentlicher Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Aus insgesamt 63 Bewerbungen wurden aufgrund von Referenzen 10 Büros für die zweite Stufe ausgewählt. 3 waren Nachwuchsbüros, deren Inhaber nicht älter als 38 Jahre sein durften.

Vielfältige Lösungen trotz enger städtebaulicher Vorgaben

Nach dem vorausgegangenen städtebaulichen Wettbewerb war der Spielraum für die Architekten relativ eng, da die Baukörper im Wesentlichen definiert waren. Trotz dieser engen Vorgaben ist eine Vielzahl von interessanten Lösungen eingegangen. Das Projekt Salamander des Architekturbüros B aus Bern konnte in allen Punkten am Besten überzeugen. Es ist dem Büro B gelungen, die verschiedenen Nutzungen zu einem überzeugenden Gesamtprojekt zusammenzuführen. Dies sind rund 20'000 m2 Fläche für die Fachhochschule, 5'000m2 Wohnfläche und rund 1'000 m2 Dienstleistungen und Läden. Das Büro B verfügt im Bereich Hochschulbauten über grosse Referenzen. So realisierten sie das Fakultätsgebäude Pérolles II an der Uni Freiburg und das Bildungszentrum Feusi für die Höhere Fachhochschule für Gesundheit in Bern-Wankdorf.

Wettbewerb hat sich gelohnt

Für Christian Peter, Mitglied der Geschäftsleitung des Investors HRS Hauser Rutishauser Suter AG aus Frauenfeld und Vorsitzender der Jury hat sich die Durchführung des Wettbewerbs gelohnt. Konnte doch die Jury die Vor- und Nachteile der verschiedenen Vorschläge gegeneinander abwägen. Der Antrag, das Projekt Salamander zur Weiterbearbeitung vorzuschlagen, fiel einstimmig, was für die Qualität dieses Projektes spricht.

Bedeutender Hochschulstandort in Brugg-Windisch

Für den Kanton Aargau stellt die Errichtung des Campus eine wichtige Profilierung und Stärkung des Kantons als Hochschulstandort dar. Anstelle der bisherigen dezentralen Kleinstandorten ergibt sich ein auch im nationalen Massstab bedeutender Hochschulstandort, der in drei Jahren 2'500 Studierende und 1'000 Dozierende und Mitarbeitende zählen wird.
Für Regierungsrat Rainer Huber bildet das Projekt Campus einen massgeblichen Beitrag des Kantons Aargau zur Stärkung der FHNW. Es ermöglicht der Fachhochschule, in einem hochschulgerecht konzipierten Areal an ihrem Sitz in Brugg-Windisch die gesamte Hochschule für Technik sowie die Aargauer Standorte der Pädagogischen Hochschule und der Hochschule für Wirtschaft zu konzentrieren.

Dem Ingenieurmangel entgegentreten

Anlässlich der Präsentation der Wettbewerbsprojekte führte Rainer Huber aus, dass in der Schweiz rund 1500 Ingenieurinnen und Ingenieure fehlten. Der Campus und die Investitionen in die FHNW seien Beiträge des Kantons Aargau, um unter anderem das Ingenieurstudium attraktiver zu machen. Mit der Konzentration der gesamten Lehrerbildung entstehe in Brugg-Windisch auch ein starkes Kompetenzzentrum für pädagogische Fragen. Damit unterstützte der Kanton die Entwicklungen im Bildungsraum Nordwestschweiz massgeblich.
Die Errichtung des Campus beruht auf dem Richtplanentscheid des Grossen Rats vom 11. Dezember 2001, alle Einrichtungen der damaligen Fachhochschule Aargau in Brugg-Windisch zu konzentrieren. Am 13. September 2005 hat der Grosse Rat seine Zustimmung zum Ausbau des Fachhochschulcampus mit einer Investorenlösung gegeben.

"Public Private Partnership" Projekt

Die FH Markthalle wird im Rahmen einer "Public Private Partnership" zwischen dem Kanton und der Hauser Rutishauser Suter AG realisiert. Die HRS AG erstellt, finanziert und vermarktet die multifunktionalen Neubauten. Der Kanton mietet die Flächen, welche die Fachhochschule Nordwestschweiz benötigt. Der Grosse Rat hat am 3. Juli 2007 diesem Vorgehen zugestimmt. Die Fertigstellung der FH Markthalle erfolgt 2010. Der Abschluss der archäologischen Grabungen ist für Ende 2008 geplant. Auf den freigegebenen Grabungsfeldern findet im Herbst 2008 der Baubeginn statt.
Die Wettbewerbsprojekte werden vom 6. bis 14. November 2007 im Foyer der Hallerbauten in Brugg-Windisch öffentlich ausgestellt.

Kantonale Infrastrukturprojekte in Brugg-Windisch

Der Kanton beschränkt sich in Brugg und Windisch nicht alleine auf die Erstellung der FH Markthalle. Sondern er trägt mit verschiedenen Infrastrukturprojekten zur nachhaltigen Entwicklung dieses neuen Stadtquartiers bei:

- 2008 startet die etappenweise Sanierung und Umgestaltung der K117 Zürcherstrasse in Windisch.
- Bis 2010 soll der neue Busterminal Süd und die verlängerte, durchgehende Personenunterführung Mitte in Betrieb genommen werden.
- Der Grosse Rat hat am 8. Mai 2007 die Verkehrssanierung Brugg-Windisch mit neuen Linienführungen im kantonalen Richtplan aufgenommen. Als erste Etappe ist die Realisierung der NK112 (Westast Brugg) mit Anbindung an den A3-Zubringer Hausen (Südast der NK118) vorgesehen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat mit der Ausarbeitung eines generellen Projekts bereits begonnen.
- Zur Verflüssigung des Verkehrs im Zentrum von Brugg und Windisch und zur Vermeidung der alltäglichen Staus auf der Hauserstrasse in Windisch hat das Departement BVU ebenfalls das Projekt Verkehrsmanagement Brugg Regio gestartet.

Erstellung eines neuen Stadtquartiers

Der Kanton und die beiden Standortgemeinden errichten in Brugg-Windisch ein neues, lebendiges, vom Verkehr entlastetes Stadtquartier. Die Grundlagen dazu stammen aus einem städtebaulichen Wettbewerb, mit welchem die notwendigen Baufelder, Freiräume und Strassen definiert wurden. Die Nutzungsdichte und die gewünschte Durchmischung im zukünftigen Campusareal sind in einem behördenverbindlichen Entwicklungsrichtplan festgelegt. Damit ist sichergestellt, dass dieser zentrale Ort am Bahnhof auch ausserhalb des Hochschulbetriebs belebt sein wird.

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