Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Mehr Wildschweinschäden :
Grosse regionale Unterschiede im Schadenaufkommen

Die Wildschweinschäden im Kanton Aargau haben zugenommen, liegen aber immer noch deutlich unter dem Niveau des Rekordjahres 2003.

In den späten 90er-Jahren haben die Wildschweinschäden im Kanton Aargau stark zugenommen und erreichten 2003 mit einer Schadenssumme von rund 600'000 Franken einen Rekordstand. Diese Entwicklung konnte in den vergangenen drei Jahren durchbrochen werden: Die Schadensumme nahm zwar gegenüber dem Jahr 2005 zu, allerdings mit grossen regionalen Unterschieden. Für Wildschweinschäden im Kulturland mussten letztes Jahr 480'000 Franken aus der Wildschadenskasse ausbezahlt werden.

Grosser Schaden im Wiesland

52 Prozent der Schäden entstanden im Wiesland, 19 Prozent auf Mais- und 20 Prozent auf Weizenflächen. 9 Prozent wurden für übrige geschädigte Kulturen wie Spinat, Erbsen, Kartoffeln und Zuckerrüben ausgegeben. Der Anstieg der Wildschweinbestände im Jagdjahr 2005/2006 der in der Jahresjagdstrecke von über 1'200 Sauen zum Ausdruck kam hat sich nachteilig auf das Schadengeschehen 2006 ausgewirkt. Auf der Suche nach eiweissreicher Nahrung richteten die Sauen vor allem in den Wintermonaten grossen Schaden im Wiesland an. Der in dieser Zeit üblich hohe Jagddruck im Wald konnte diesen Effekt nicht wirksam verhindern beziehungsweise mildern. Es bestehen allerdings grosse regionale Unterschiede. "Es scheint, als seien einzelne Regionen und Jagdgemeinschaften dem Rezept der nachhaltigen Schadenabwehr auf der Spur", stellt René Urs Altermatt, Jagd- und Fischereiverwalter im Departement Bau, Verkehr und Umwelt fest. "Dies ist für das weitere Vorgehen im Rahmen des seit 2005 laufenden Pilotprojekts zur regionalen Verbesserung der Schadensverhütung wertvoll zu wissen."

Schadenaufkommen regional unterschiedlich

Tatsächlich nahm das Schadenaufkommen im Pilotgebiet Fricktal (Bezirk Rheinfelden) mit rund 210'000 Franken gegenüber dem Vorjahr um über 30 Prozent zu, wogegen es im Studenland um gleich viel zurückging. Die Schadensumme im Pilotgebiet Laufenburg stagnierte bei 40'000 Franken. Pro bejagbare Hektare Feldfläche ist der Schaden in Franken in den Jagdrevieren des Bezirks Rheinfelden rund 2,5 Mal höher als in den Jagdrevieren des Studenlands. Mit Spannung darf deshalb die Umsetzung des Massnahmenplans zur Bekämpfung von Wildschweinschäden der kantonalen Jagdexpertenkommission erwartet werden. Die Vorbereitungsarbeiten laufen auf Hochtouren. "Wir wollen mit den beteiligten Arbeitskreisen des Pilotprojekts noch im Februar das weitere Vorgehen besprechen. Der grenzüberschreitende Know-how-Transfer wird bei den gegebenen regionalen Unterschieden auf alle Fälle von zentraler Bedeutung sein", meint Altermatt.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt