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Mehr Effizienz im Sozialwesen :
Kantonale Förderung der interinstitutionellen Zusammenarbeit

Seit Herbst 2002 betreut der Verein HEKS LernWerk Turgi ein von der Arbeitslosenversicherung mitfi-nanziertes und auf den Bezirk Baden begrenztes Projekt, das die Zusammenarbeit der Institutionen Arbeitsvermittlung, Sozialdienst und IV verstärkt. Aufgrund der guten Erfahrungen hat der Regierungsrat beschlossen, das Projekt auf den ganzen Kanton auszudehnen.

Es ist unbestritten, dass die Kostenentwicklung bei den Sozialversicherungen und anderen sozialen Institutionen -gedämpft werden muss. Im Vordergrund stehen Massnahmen, die bei den betroffenen Institutionen ansetzen.

Vor allem bei der IV und der Sozialhilfe können die Kostensteigerungen ausserhalb des Einflussbereiches dieser Institutionen aber oft wirksamer und nachhaltiger gedämpft werden. Solche Massnahmen müssen einsetzen, bevor die betroffenen Menschen Kontakt zur IV oder zur Sozialhilfe aufnehmen, d.h. während der Arbeitslosigkeit oder vor Beendigung der letzten Erwerbstätigkeit. Mit zu diesem Zeitpunkt noch möglichen Eingliederungsmassnahmen lassen sich nicht nur die Kosten effizienter dämpfen; sie dienen auch den Betroffenen besser als IV-Renten oder Sozialhilfeleistungen.

Das ist nur möglich, wenn Sozialversicherungen und Institutionen systematisch, eng und professionell zusammen arbeiten, d.h. wenn die interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) funktioniert. Dies muss jedoch grundlegend erarbeitet, geschult, eingeübt und gepflegt werden. Zu diesem Zweck hat der Verein HEKS LernWerk Turgi im September 2002 das auf den Bezirk Baden begrenzte Projekt NetzWerk IIZ gestartet. Dieser von der Arbeitslosenversicherung mitfinanzierte Pilotversuch vernetzt mit dem Verfahren des Case-Management Institutionen, die sich mit der arbeitsmarktlichen Eingliederung von arbeitslosen Menschen befassen - insbesondere RAV, IV und Sozialhilfe. Im März 2005 ist die von der Arbeitslosenversicherung mitfinanzierte Pilotphase abgelaufen. Eine von externen Fachleuten vorgenommene Evaluation zeigt positive Ergebnisse. Wie Regierungsrat Kurt Wernli heute an einer Medienkonferenz erklärte, hat der Regierungsrat daher beschlossen, das Projekt weiter zu führen und allen Sozialämtern, RAV und interessierten Institutionen des Kantons zu ermöglichen, daran mitzuwirken.

Nähere Auskünfte über Mitwirkungsmöglichkeiten und Bedingungen erteilt die Fachstelle NetzWerk IIZ, Tel. 056 201 77 77 oder b.hauert@lernwerk.ch.

  • Departement Volkswirtschaft und Inneres