Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Mehr Effizienz im Sozialbereich :
Interinstitutionelle Zusammenarbeit

Mit zwei Pilotprojekten und der Bezeichnung des AWA als Koordinationsstelle will der Regierungsrat die interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) zwischen den Stellen verbessern, die Menschen in den Arbeitsmarkt eingliedern. Die Effizienz im Sozialbereich soll damit verbessert werden.

An einer Medienkonferenz in Aarau zeigte Regierungsrat Kurt Wernli Ziel und Zweck der IIZ auf: "Interinstitutionelle Zusammenarbeit muss mehr sein als das übliche Besprechen gemeinsamer Probleme. Zu entwickeln ist eine neue Denkweise, bei der jeder Beteiligte nicht nur die Ziele seines Bereichs, sondern auch die übergeordneten Ziele des Gesamtsystems vor den Augen hat und verfolgt."

In den vergangenen rund zehn Jahren haben sich die Bereiche Berufsbildung, Arbeitslosenversicherung, Invalidenversicherung und Sozialhilfe stark entwickelt und verändert. Da wenig aufeinander abgestimmt und koordiniert worden ist, sind dabei Doppelspurigkeiten und unterschiedliche Denk- und Handlungsweisen entstanden, welche die gesamthafte Effizienz des Sozialbereichs beeinträchtigen.

Vor allem bei der Eingliederung von Menschen in den Arbeitsmarkt wird daher seit einiger Zeit vehement eine systematischere interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) verlangt. Gesetzliche Bestimmungen, die dies erschweren, wurden geändert und die Arbeitslosenversicherung stellte Mittel für Pilotprojekte bereit. Jeder Kanton hat inzwischen eine IIZ-Koordinationsstelle bezeichnet. Im Aargau ist dies das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA).

Seit einigen Monaten wird im Aargau zudem an zwei Pilotprojekten gearbeitet. Das von der Stollenwerkstatt in Aarau getragene Projekt "Integra plus" will Personen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit stabile Arbeits- und Lebensverhältnisse verschaffen. Zu diesem Zwecke werden die Mittel und Instrumente der Arbeitslosenversicherung und der Sozialhilfe kombiniert eingesetzt und eng mit Arbeitgebern zusammen gearbeitet. Für das zweite Pilotprojekt "NetzWerk IIZ" ist das HEKS-LernWerk in Turgi zuständig. Bei diesem geht es darum, Abläufe und Schnittstellen zu optimieren, die Menschen erleben, die gleichzeitig Kunden mehrerer Institutionen (z.B. ALV, IV, Sozialhilfe, Berufsberatung) sind oder sein sollten.

Mit den beiden Pilotprojekten, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) unterstützt werden, sollen Erfahrungen für die konkrete Umsetzung der IIZ gesammelt werden.

  • Staatskanzlei