Mehr Ambrosia als erwartet
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1'000 bis 2'000 Befallsherde im Kanton Aargau
Die Kontrolle und Bekämpfung der hochgradig allergenen Pflanze Ambrosia verläuft erfolgreich. Die Ambrosia-Kontrolleure der Gemeinden werden bis Ende Oktober voraussichtlich zwischen 1'000 und 2'000 Befallsstellen lokalisieren.
Der Regierungsrat hat am 20. Juni 2006 ein Massnahmenpaket beschlossen, um die hochgradig allergene und sich schnell ausbreitende Pflanze Ambrosia zu bekämpfen. Bis Mitte August wurden vom kantonalen Pflanzenschutzdienst Liebegg über 300 Ambrosia-Kontrolleurinnen und -Kontrolleure an einem halbtägigen Instruktionskurs ausgebildet. Die Kontrolleurinnen und Kontrolleure sind nun unterwegs und kämmen bis Ende Oktober alle Hausgärten, öffentliche Gartenanlagen und Industriegebiete auf der Suche nach Ambrosia durch.
Laut ersten Hochrechnungen muss im Kanton Aargau mit 1'000 bis 2'000 Ambrosia-Befallsstellen gerechnet werden. Diese finden sich fast ausschliesslich im Siedlungsgebiet in der Nähe von Vogelfütterungsplätzen. Meistens handelt es sich um wenige Einzelpflanzen, die mit Handschuhen und während der Blüte mit Feinstaubmaske geschützt problemlos ausgerissen und verbrannt werden können. In Einzelfällen kommen grössere Herde auf Humusdepots, Ruderalstellen, Bauland und in der Landwirtschaftszone vor. Die Vernichtung und Sanierung dieser Befallsstellen, welche mehrere Jahre in Anspruch nimmt, läuft unter der Federführung des kantonalen Pflanzenschutzdienstes Liebegg.
Auch 3'500 Landwirtschaftsbetriebe und über 700 Gärtnereien wurden in einem Schreiben speziell aufgerufen, ihre Flächen auf das Vorkommen von Ambrosia zu kontrollieren und verdächtige Pflanzen der ambrosiaverantwortlichen Person der Gemeinde zu melden. Ausserdem führt der kantonale Strassenunterhaltsdienst spezielle Ambrosia-Kontrollen entlang der Autobahnen und Hauptstrassen durch.
Die Pflanze Ambrosia wurde ursprünglich aus Nordamerika eingeschleppt und verbreitet sich seit den 90-er Jahren mit verseuchtem Vogelfutter in ganz Europa. Ambrosia vermehrt sich schnell und gilt als hoch allergen. Gemäss Bundesamt für Gesundheit lösen die Pollen bei gut 14 Prozent der Bevölkerung Heuschnupfen, schweres Asthma oder weitere Allergien aus. Zudem können auch Personen betroffen sein, die sonst keine Allergien kennen.
Der kantonale Pflanzenschutzdienst bittet alle Aargauerinnen und Aargauer, verdächtige Pflanzen den Ambrosia-Verantwortlichen Personen der Gemeinde zu melden. Die Liste der zuständigen Personen sowie weitere Informationen zu Ambrosia findet sich im Internet unter www.feuerbrand-ag.ch (Rubrik Ambrosia).