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Massnahmen gegen Wildschweinschäden :
Arbeitskreise wollen Wildschweinschäden nachhaltig reduzieren

Die Sektion Jagd und Fischerei hat zusammen mit der kantonalen Jagdexpertenkommission in drei besonders betroffenen Gebieten ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Verhütungsmassnahmen von Wildschweinschäden gestartet. Jetzt liegt ein Massnahmenplan vor.

Die Wildschweinschäden haben sich im Aargau in den vergangenen drei Jahren auf einem geringeren Niveau als im Rekordjahr 2003 eingestellt die Schadensumme lag im Durchschnitt unter 400'000 Franken. Allerdings konzentrierten sich die Schäden zunehmend auf einzelne Regionen. Die zuständige Behörde im Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat deshalb zusammen mit der kantonalen Jagdexpertenkommission Mitte September 2005 ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Verhütungsmassnahmen von Wildschweinschäden gestartet. Regionale Arbeitskreise im Raum Rümikon, Leuggern und Rheinfelden haben seither ihre Wildschwein- und Schadensituation kritisch unter die Lupe genommen. Nun liegt ein Massnahmenplan vor, der ab kommendem Sommer umgesetzt werden soll.

Regionale Informationsveranstaltungen

"Der vorliegende Massnahmenplan konzentriert sich im Wesentlichen auf Aspekte der Jagd, weil der Bestandesregulierung und -lenkung eine zentrale Bedeutung zukommt. Die Jägerschaft ist deshalb speziell gefordert. Die Anstrengungen der Jagd können aber nur dann erfolgreich sein, wenn auch die Land- und Forstwirtschaft sowie die Gemeinden ihren Teil zur wirksamen Schadenverhütung beitragen", erklärt René Urs Altermatt, Leiter der Sektion Jagd und Fischerei im BVU. In diesen Tagen stellen die Arbeitskreise den Massnahmenplan im Rahmen regionaler Informationsveranstaltungen vor. Landwirte, Jäger, Förster und Gemeindevertretende sind zu den Veranstaltungen eingeladen.

Spezielle Massnahmen und Erfolgskontrolle

Der Plan umfasst Massnahmen, die über die Dauer des Pilotprojekts bis 2009 in allen Jagdrevieren der Pilotgebiete umgesetzt werden sollen. Daneben liegen Vorschläge auf dem Tisch, wie in den am stärksten betroffenen Gebieten zusätzlich Druck auf die Sauenbestände gemacht werden kann. Zum Beispiel soll die Wildschweinjagd an Wochenenden ausgedehnt werden. Zudem werden der Einsatz von speziellen Zielgeräten geprüft und der Abschuss von Bachen und Frischlingen intensiviert. Für stark betroffene landwirtschaftliche Betriebe sollen ausserdem massgeschneiderte Verhütungskonzepte erarbeitet und umgesetzt werden.

Es liegen gemeinsam unterzeichnete Zielvereinbarungen zwischen dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt und den regionalen Arbeitskreisen vor. Der Aargauische Jagdschutzverein, der Bauernverband Aargau und der Aargauische Försterverband unterstützen den Massnahmenplan und das Vorgehen. "Auf die Ergebnisse der jährlichen Erfolgskontrolle sind wir bereits heute sehr gespannt", erklärt René Urs Altermatt.

Weiter Informationen finden Sie unter www.ag.ch/jagd_fischerei/de/pub/aktuell.htm.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt