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Leichter Rückgang der Bauinvestitionen :
Ergebnisse der Bausstatistik 2008/2009

Die Bauausgaben des Jahres 2008 haben gegenüber 2007 um lediglich 0,3 Prozent abgenommen. Angesichts der gemeldeten Bauvorhaben dürfte sich die Abnahme im laufenden Jahr aber verstärken.

Bautätigkeit 2008

Gemäss den Resultaten der Baustatistik betrugen die Bauausgaben im Kanton Aargau im Jahr 2008 insgesamt 3'844 Mio. Franken. Dies ergibt verglichen mit dem Vorjahreswert von 3'855 Mio. Franken eine leichte Abnahme um 0,3 Prozent. Der öffentliche Bau hat von 982 auf 935 Mio. Franken um insgesamt 4,8 Prozent abgenommen. Beim privaten Bau stiegen dagegen die Bauausgaben um 35 Mio. Franken beziehungsweise um 1,2 Prozent an. Diese Zunahme ist auf den Industriebau (+69 Mio. Franken bzw. +11,7 Prozent) und den übrigen privaten Bau (+60 Mio. Franken bzw. +34,1 Prozent) zurückzuführen. Die Investitionen in den Wohnungsbau waren dagegen rückläufig (-94 Mio. Franken bzw. -4,4 Prozent).

Bauvorhaben 2009

Die gemeldeten Bauvorhaben liegen für das Jahr 2009 wertmässig gegenüber dem Vorjahr um rund 10,5 Prozent tiefer. Aufgrund dessen ist gesamthaft mit einem weiteren Rückgang der Bauausgaben zu rechnen, welcher bedeutender ausfallen dürfte als im Vorjahr. Von Seiten der privaten Auftraggeber ist zu erwarten, dass einzig die Bauinvestitionen der privaten Elektrizitäts- und Gaswerke sowie der Privatbahnen zunehmen werden. Hingegen werden die privaten Haushalte, die institutionellen Anleger, die Immobiliengesellschaften sowie die übrigen Unternehmungen voraussichtlich zum Teil deutlich weniger investieren. Beim öffentlichen Bau ist von Seiten des Bundes mit einer deutlichen Steigerung des Investitionsvolumens zu rechnen. Die von Kanton und Gemeinden ausgehenden Bauausgaben dürften erneut leicht abnehmen.

Wohnungsbau 2008

Obwohl das Investitionsvolumen beim Wohnungsbau abgenommen hat, ist die Zahl der neu erstellten Wohnungen gegenüber dem Jahr 2007 markant gestiegen. So wurden im vergangenen Jahr im Kanton Aargau 4'747 neue Wohnungen erstellt. Dies sind 973 Einheiten oder 25,8 Prozent mehr als im Jahr 2007. Von den neu erstellten Wohnungen waren 2008 rund 25 Prozent oder 1'176 Einfamilienhäuser. Im Jahr 2007 machten diese noch einen Anteil von 37 Prozent oder 1'376 Einheiten aus.

Leerwohnungsbestand 2009

Trotz des gegenüber 2007 stark gestiegenen Wohnungszuwachses sank im Kanton Aargau der Leerwohnungsbestand (gemessen jeweils am 1. Juni) im laufenden Jahr markant. Der Bestand der leer stehenden Wohnungen hat um 309 auf 3'634 Einheiten abgenommen. Die Leerwohnungsziffer sank damit gegenüber dem Vorjahr um 0,14 Prozentpunkte auf 1,35 Prozent. Die absolute Abnahme ist auf Wohnungen zurückzuführen, die älter als zwei Jahre sind (-339 Einheiten bzw. -10,2 Prozent). Hingegen ist die Zahl der Leerwohnungen in Neubauten gegenüber dem Vorjahr um 30 Einheiten oder 4,8 Prozent gestiegen. 17,9 Prozent oder 650 Einheiten der leer stehenden Wohnungen sind Einfamilienhäuser, die zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschrieben sind.

  • Departement Finanzen und Ressourcen