Leichter Rückgang der Bauinvestitionen
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Ergebnisse der Baustatistik 2009/2010
Die Bauausgaben des Jahres 2009 haben gegenüber 2008 um 1,5 Prozent abgenommen. Aufgrund der gemeldeten Bauvorhaben ist für 2010 aber mit einer bedeutenden Zunahme der Bautätigkeit zu rechnen.
Bautätigkeit 2009
Die Bauausgaben im Kanton Aargau betrugen im Jahr 2009 insgesamt 3'787 Millionen Franken. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahreswert von 3'844 Millionen Franken eine Abnahme um 1,5 Prozent. Der öffentliche Bau hat von 935 auf 929 Millionen Franken um insgesamt 0,6 Prozent abgenommen. Auch beim privaten Bau sanken die Bauausgaben um 51 Millionen Franken beziehungsweise um 1,7 Prozent. Diese Abnahme ist auf den Industriebau (-131 Mio. Franken bzw. -19,9 Prozent) zurückzuführen. Dem gegenüber erfuhren der Wohnungsbau und der übrige Privatbau im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 3,6 beziehungsweise von 3,0 Prozent.
Bauvorhaben 2010
Die gemeldeten Bauvorhaben liegen für das Jahr 2010 wertmässig gegenüber dem Vorjahr um rund 5,7 Prozent höher. Aufgrund dessen ist gesamthaft von einer beträchtlichen Zunahme der Bauausgaben auszugehen. Von Seiten der privaten Auftraggeber ist zu erwarten, dass die Investitionen in sämtlichen Bereichen steigen werden. Die grössten absoluten Zunahmen dürften dabei von den Immobiliengesellschaften, den privaten Haushalten und den übrigen Unternehmungen ausgehen. Beim öffentlichen Bau ist von Seiten des Bundes und des Kantons mit einer deutlichen Abnahme des Investitionsvolumens zu rechnen. Die von den Gemeinden ausgehenden Bauausgaben dürften ebenfalls leicht abnehmen.
Wohnungsbau 2009
Trotz leichter Zunahme des Investitionsvolumens im Wohnungsbau hat die Zahl der neu erstellten Wohnungen gegenüber dem Jahr 2008 markant abgenommen. So wurden im vergangenen Jahr im Kanton Aargau 3'900 neue Wohnungen erstellt. Dies sind 847 Einheiten oder 17,8 Prozent weniger als im Jahr 2008. Von den neu erstellten Wohnungen waren 2009 rund 26 Prozent oder 1'022 Einfamilienhäuser. Im Vorjahr war der Anteil der neu erstellten Einfamilienhäuser am Gesamtwohnungsbestand ähnlich hoch.
Leerwohnungsbestand 2010
Am 1. Juni 2010 standen im Kanton Aargau 4'185 Wohnungen leer. Der Bestand an leer stehenden Wohnungen hat damit um 551 Einheiten oder 15,2 Prozent zugenommen. Die Leerwohnungsziffer stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,19 Prozentpunkte auf 1,54 Prozent. Die absolute Zunahme ist auf Wohnungen zurückzuführen, die älter als zwei Jahre sind (+596 Einheiten bzw. +20,0 Prozent). Die Zahl der Leerwohnungen in Neubauten nahm gegenüber dem Vorjahr um 45 Einheiten dagegen leicht ab. 14,1 Prozent oder 591 Einheiten der leer stehenden Wohnungen waren zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschriebene Einfamilienhäuser.