Leicht sinkende Arbeitslosenzahlen
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Nur geringer saisonaler Rückgang
Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau ist im April um 275 Personen auf 10'704 gesunken. Die Arbeitslosenquote blieb im Aargau wie im Vormonat bei 3,1 Prozent, während sie in der gesamten Schweiz um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent zurückging. Gegenüber den letzten Jahren ist im April nur ein leichter Rückgang festzustellen.
Normalerweise führt die erhöhte Bautätigkeit in den Frühlingsmonaten zu einem starken Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Baubranche. Dieser Effekt ist dieses Jahr weniger stark spürbar. Gleichzeitig hat die Arbeitslosigkeit in exportorientierten Branchen leicht zugenommen.
Bei den sechs RAV und bei der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende April 10'704 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 275 weniger als im Vormonat und 602 mehr als im April 2014. Die Zahl der Stellensuchenden sank um 154 Personen auf 14'758. Gemäss den aktuellsten verfügbaren Zahlen mussten die Arbeitslosenkassen im Februar 201 Personen mit Wohnsitz im Kanton Aargau aussteuern. Die Zahl der von den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern gemeldeten Stellen erreichte Ende April 1'264. Das sind 40 Stellen weniger als Ende März.
Unterschiedliche Dauer der Stellensuche bei den Altersgruppen
Ende April waren 1'376 Jugendliche oder junge Erwachsene unter 25 Jahren arbeitslos. Das sind 66 weniger als Ende Februar. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse beträgt 2,9 Prozent; 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Bei den 25- bis 49-Jährigen waren 6'445 Personen (-145) oder 3,2 (-0,1) Prozent ohne Arbeit, bei den über 50-Jährigen waren 2'883 Personen (-64) oder 2,9 (+/-0,0) Prozent arbeitslos gemeldet.
Die Personen, die sich im April von der Arbeitsvermittlung abgemeldet haben, waren im Durchschnitt 231 (+5) Tage lang angemeldet. Zwischen den einzelnen Altersklassen gibt es grosse Unterschiede: Die 15- bis 24-Jährigen waren im Durchschnitt 141 (+19) Tage auf Stellensuche, die 25- bis 49-Jährigen 227 (+1) und die über 50-Jährigen 333 (-10) Tage.
Kurzarbeitsanträge im normalen Rahmen
Im April haben 23 Betriebe die Einführung von Kurzarbeit beantragt. Das sind vier weniger als im Vormonat. Die meisten Betriebe, die Kurzarbeit anmelden, begründen die Einführung dieser Massnahme mit dem starken Franken.
Potenziell sind in den neu gemeldeten Betrieben 358 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen. Mit den Bewilligungen aus den Vormonaten liegt derzeit für 1'955 Personen eine Bewilligung zur Einführung von Kurzarbeit vor; das sind 271 Personen mehr als im Vormonat. Erfahrungsgemäss schöpfen die Betriebe diese Bewilligungen aber nicht für alle Mitarbeitenden aus. Für die nächsten Monate rechnet das Amt für Wirtschaft und Arbeit wegen der geringen Zahl von Neuanmeldungen und Anfragen mit einem Rückgang der Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen.