Lehrpersonenstatistiken erschienen
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Trendwende bei der Anzahl Lehrpersonen an der Volksschule?
Erstmals rückläufige Zahlen bei den Lehrpersonen an der Volksschule und bei den gesamthaft erteilten Pensen
Die Lehrkäftestatistik 2001 weist erstmals eine rückläufige Anzahl der Lehrpersonen und der Vollzeitäquivalente aus. Im Schuljahr 2001/2002 erteilten 6'721 Lehrpersonen 4'461 Vollzeitpensen. Das ergibt gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 31 Lehrpersonen bzw. 57 Vollzeitäquivalenten.
Bis ins Schuljahr 2000/2001 stieg die Zahl der Lehrpersonen von Schuljahr zu Schuljahr regelmässig an. Im Jahre 1996, bei der erstmaligen Veröffentlichung der Lehrkräftestatistik, unterrichteten 6'447 Lehrpersonen an der Volksschule. Im Schuljahr 2000/2001 wurde der bisherige Höchststand mit 6'752 Lehrpersonen erreicht, was in fünf Jahren einer Zunahme von 305 Personen oder 4,7% entspricht.
Die Zahl der Vollzeitpensen bzw. der Vollzeitäquivalente (Total aller erteilten Pensen: Pflichtpensen der Lehrpersonen) nahm bis zum Höchststand im Schuljahr 1999/2000 stetig zu. Sie stieg von 4'365 im Jahre 1996 bis zum Höchststand von 4?539 um 4,0%. Bereits im Schuljahr 2000/2001 wurden 21 Vollzeitpensen weniger unterrichtet, obwohl in diesem Jahr die Zahl der Lehrpersonen noch leicht um 15 Personen anstieg. Dies weist auf einen weiteren Anstieg der Teilzeitbeschäftigung hin.
Der erstmalige Rückgang der Anzahl Lehrpersonen im Schuljahr 2001/2002 um 31 Personen ist auf zwei Hauptursachen zurückzuführen.
- Mit der Einführung des Englischobligatoriums an der Oberstufe wurde der Beginn des Hauswirtschaftsunterrichtes an der Real- und Sekundarschule von der 2. in die 3. Klasse verlegt. Dadurch wurde ein Übergangsjahr im Hauswirtschaftsunterricht notwendig. Dies führte dazu, dass weniger Lektionen erteilt wurden.
- Die an der Primarschule rückläufige Anzahl Schülerinnen und Schüler bzw. Schulabteilungen hat die Zunahme an der Oberstufe mehr als kompensiert.
Zahl der Berufsschullehrkräfte relativ stabil
Im Februar 2002 waren an den 14 kaufmännischen und gewerblich-industriellen Berufsschulen des Kantons Aargau insgesamt 767 Lehrkräfte beschäftigt. 564 Personen (73,5%) waren männlichen und 203 Personen (26,5%) weiblichen Geschlechts. Die Zahl der Lehrkräfte blieb gegenüber dem Vorjahr relativ stabil, gegenüber 1997 stieg sie um 59 Personen respektive 8,3%.
Hauptlehrkräfte an Berufsschulen rückläufig
Während die Zahl der Vollzeitäquivalente in demselben Zeitraum insgesamt von 348 auf 387 Stellen (+11,2%) stieg, sanken die Hauptlehrkräfte kontinuierlich ab von einem Bestand von 226 im Jahr 1997 auf 200 im Jahr 2001 (-11,5%).