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Lebendige Museumslandschaft Aargau :
Statistik über die 22 bedeutendsten Museen erstellt

Der Regierungsrat legt als Grundlage zur Beantwortung einer CVP-Interpellation erstmals eine ausführliche Museumsstatistik vor, welche die 22 bedeutendsten Museen im Aargau umfasst. Der Aargau weist eine äusserst vielfältige Museumslandschaft auf, die 2003 von 360'000 Besucherinnen und Besuchern intensiv genutzt wurde.

Die Befragung der 22 bedeutendsten Museen zeigt eine äusserst reiche und lebendige Museumslandschaft auf, diefür den Aargau ein grosses kulturtouristisches Potenzial besitzt. Zu den traditionsreichen, teilweise jahrhundertealten kantonalen und städtischen Sammlungen und Museen ist in den letzten Jahrzehnten aufgrund privater Initiativen und Stiftungen eine Reihe beliebter Spezialmuseen hinzugekommen. Die Gesamtheit aller Museen ist wesentlicher Bestandteil des Kulturkantons, konnten doch im zurückliegenden Jahr ein Besuchertotal von rund 360'000 Besucherinnen und Besucher gezählt werden. Umso beeindruckender erscheint diese Zahl, da sie vor dem Hintergrund des grossen kulturellen Zusatzangebots im Jubiläumsjahr erzielt werden konnte. Der Regierungsrat kommt zum Schluss, dass die Vielfalt der Häuser von Schlossmuseen über Stadtmuseen bis hin zu privaten Spezialsammlungen vom Nebeneinander öffentlicher und privater Institutionen und Initiativen lebt.Der Regierungsrat weist in seiner Beantwortung auf den Service public der städtischen und kantonalen Museen hin. Zukunft brauche Herkunft, betont er. Eine Gemeinschaft konstituiere, charakterisiere und legitimiere sich weitgehend durch ihr gemeinsames kulturelles Erbe. Hervorzuheben sei deshalb der übergeordnete staatspolitische und gesetzliche Auftrag der kantonalen und städtischen Museen. Sie bewahren zusammen mit den Bibliotheken und Archiven in öffentlichen Sammlungen das Gedächtnis der Gesellschaft. Die privaten thematischen Museen seien von diesem Auftrag und den sich daraus ergebenden erheblichen Kosten entbunden.

Dieser unterschiedliche Auftrag schlägt sich deutlich in der unterschiedlichen Kostenstruktur zwischen den privaten Museen und jenen der öffentlichen Hand nieder. Die weit überdurchschnittlich hohen Publikumsfrequenzen der kantonalen Museen ergeben im schweizerischen Vergleich einen überdurchschnittlichen Eigenfinanzierungsgrad von 27 Prozent. Dieser liegt bei den 126 bedeutendsten öffentlich-rechtlichen Museen der Schweiz bei 23 Prozent.

Der finanzielle Einsatz des Kantons Aargau für seine fünf Museen ist vergleichsweise bescheiden. Setzt man die Kantonsausgaben in Bezug zur Einwohnerzahl des Aargaus, ergibt dies für das Jahr 2003 ein pro Kopf-Aufwand von 8.50 Franken (4,82 Mio. Franken) zugunsten der kantonalen Museen. Als Vergleich wird der für seine Museen weltbekannte Kanton Basel-Stadt herangezogen, der im gleichen Zeitraum in seine fünf kantonalen Museen pro Kopf 178 Franken (33,5 Mio. Franken) investiert, was das 21-fache des Aargauer Engagements ausmacht.

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