Lärmwerte sprechen für Flüsterbelag
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Gute Messresultate auch auf beschädigtem A1-Strassenbelag
Die positiven akustischen Eigenschaften des Drainasphaltbelages - des sogenannten Flüsterbelages - wurden durch neue Messungen auf der Versuchsstrecke der A1 bestätigt. Selbst auf dem durch Schneeketten beschädigten Teilstück zwischen Suhr und Oberentfelden waren die Messresultate gut.
Ein Viertel der Aargauer Bevölkerung fühlt sich zu Hause oder am Arbeitsplatz vom Verkehrslärm gestört. Die Lärmsanierung des bestehenden Strassennetzes des Kantons Aargau läuft deshalb auf Hochtouren. Bis ins Jahr 2015 werden dafür gesamthaft rund 305 Mio. Franken aufgewendet. Eines der Mittel zur Lärmreduktion ist der Einbau von lärmdämmenden Strassenbelägen. Äusserst positive akustische Eigenschaften weist dabei der Drainasphalt-Deckbelag auf. 1998 wurde auf einer 14 km langen Versuchsstrecke auf der A1 zwischen Rothrist und Hunzenschwil in Absprache mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) diese Belagsart eingebaut.
Positive Messresultate
Landammann und Baudirektor Peter C. Beyeler und Kantonsingenieur Urs Schuler informierten am 10. Juli Behördenvertreter aus den Gemeinden entlang der Versuchsstrecke über die aktuellsten Lärmmessungen auf diesem A1-Abschnitt. In zehn Anstössergemeinden waren rund 60 Messungen durchgeführt worden, welche im Frühjahr 2003 abgeschlossen werden konnten. Die Auswertungen liegen nun vor. Immissions- und Ausbreitungs-Messungen zeigen dabei die hohe Wirksamkeit des Drainasphaltbelages: Die aktuellen Werte fielen deutlich besser aus als die Ergebnisse der Messungen, welche man noch beim alten Betonbelag durchgeführt hatte. Die erwarteten Lärmreduktionen von 8 bis 10 Dezibel konnten (mit Ausnahme weniger Messpunkte) erreicht oder gar übertroffen werden.
Selbst auf dem A1-Abschnitt zwischen Suhr und Oberentfelden, welcher im Winter 1999 durch den Gebrauch von Schneeketten beschädigt wurde, erbrachten die Messungen gute Resultate. Wie Kantonsingenieur Schuler an der Orientierung ausführte, will das Baudepartement durch regelmässige Kontrollen auf dem in Mitleidenschaft gezogenen Abschnitt eine grösstmögliche Verkehrs-Sicherheit gewährleisten.
Auf Grund der erfreulichen Messresultate wird eine Ersetzung des beschädigten Drainbelags zwischen Suhr und Oberentfelden frühestens auf Mitte 2004 ins Auge gefasst. In Absprache mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) wird dabei erneut ein Drainasphaltbelag eingesetzt, da wegen dessen porösen Eigenschaften bei starkem Regen (Verminderung von Sprühfahnen und Aquaplaning) auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden massiv verbessert wird.