Kundenfreundliches Baudepartement
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Kurze Behinderungszeiten bei Unterhaltsarbeiten auf National- und Kantonsstrassen
Im Kanton Aargau wird die verkehrsarme Ferienzeit für Neubau- und Unterhaltsarbeiten auf National- und Kantonsstrassen genutzt. Mit einer optimalen Planung setzt das Baudepartement alles daran, die dadurch entstehenden Behinderungen für die Verkehrsteilnehmenden so gering und so kurz wie möglich zu halten.
Auf den National- und Kantonsstrassen sind zurzeit überdurchschnittlich viele Baustellen anzutreffen. Das warme Wetter und die Tatsache, dass sich während der Sommermonate das Verkehrsvolumen um bis zu 15 % reduziert, sind beste Voraussetzungen für eine einwandfreie Arbeitsausführung. Damit der Verkehr aber trotzdem rollt und sich die negativen Auswirkungen für Verkehrsteilnehmende und Anwohner im Rahmen halten, sind umfangreiche planerische und verkehrstechnische Massnahmen nötig. Dazu gehören Strassen-Vollsperrungen aber auch Wochenendarbeit.
Anlässlich einer Besichtigung verschiedener Strassenbaustellen im Kanton Aargau wurde einer Gruppe Medienschaffender gezeigt, dass die Bau- und Sanierungsarbeiten dank einer minutiösen Planung und Koordination nicht nur wirtschaftlich effizient, sondern auch kundenfreundlich durchgeführt werden können.
Grossbaustelle auf der K 267 bei Mägenwil
Die umfassendste Sommer-Baustelle befindet sich auf der Kantonsstrasse bei Mägenwil, die täglich von mehr als 15'000 Fahrzeugen frequentiert wird. Zur Verflüssigung des Verkehrs und für mehr Sicherheit werden hier zurzeit zwei Kreisel gebaut. Zudem stehen die Instandsetzung der Brücke über die SBB-Strecke Othmarsingen-Mellingen und eine umfassende Belagserneuerung auf dem Programm. All diese Projekte werden so koordiniert, dass die Hauptarbeiten von Ende Juni bis Ende August ausgeführt werden können. Von den Mitarbeitern auf dem Bau bedingt dies der Verzicht auf Sommerferien sowie die Bereitschaft zur Samstagsarbeit. Grossräumig signalisierte Umfahrungen und ein Verkehrsdienst während den Spitzenzeiten sorgen für einen optimalen Verkehrsfluss.
Konzentrierte Bauweise auch in Wettingen
Eine weitere Grossbaustelle konnten die Medienschaffenden in Wettingen besichtigen, wo die Totalsanierung der Landstrasse im Gang ist. Auch hier handelt es sich, gemäss Kantonsingenieur Urs Schuler, um ein Musterbeispiel der konzentrierten Bauweise. Von Mitte Juni bis Ende August wird der Verkehr zwischen den Knoten Staffelstrasse und Alberich Zwyssigstrasse umgeleitet, so dass die Werkleitungen ersetzt und die Strasse umfassend erneuert und umgestaltet werden kann. Im Einsatz sind hier rund 60 Arbeiter mit einem grossen Gerätepark, die dafür sorgen, dass sich Behinderungen und Immissionen auf dem "Lebensnerv" von Wettingen auf ein absolutes Minimum beschränken.
Rekordbauzeit auf der K 123 bei Hendschiken
Bereits abgeschlossen sind die Bauarbeiten auf der Kantonsstrasse zwischen Lenzburg und Wohlen, welche die Journalistinnen und Journalisten zum Abschluss ihrer Tour besichtigten. Hier wurden auf einer Länge von 1,5 Kilometern mehrere Belagsschichten erneuert. Um Zeit zu gewinnen und die Behinderungen im Rahmen zu halten, entschied man sich, eine Fahrtrichtung grossräumig umzuleiten und nur den Nord-Süd-Verkehr die Baustelle passieren zu lassen. Dank guter Planung, idealer Witterung und dem ausserordentlichen Einsatz aller Beteiligten konnte der viel befahrene Strassenabschnitt nach nur einer Woche Bauzeit für den Verkehr wieder geöffnet werden.
Das Prinzip der möglichst kurzen Behinderungszeiten wird auch auf anderen Baustellen im aargauischen Strassennetz angewendet. Dieses hat zwar höhere Baukosten zur Folge, rechnet sich aber gesamtwirtschaftlich betrachtet, weil weniger Staustunden zu verzeichnen sind, weniger Unfälle passieren und die Qualität der Arbeiten auf einem hohen Niveau ist.