Krankenkassenprämien 2004
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Prämien steigen im Durchschnitt weniger stark als letztes Jahr
Die Krankenkassenprämien steigen im Kanton Aargau für Erwachsene im Jahr 2004 im Durchschnitt um 5.1 Prozent. Aufgrund der Vereinheitlichung der Prämienregionen und Rabattreduktion auf den Wahlfranchisen können für einzelne Versicherte die individuellen Prämienaufschläge weit höher ausfallen.
Im kommenden Jahr steigen die Prämien in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für Erwachsene im Kanton Aargau um durchschnittlich 5.1 Prozent (im Vorjahr 9.7 Prozent). Der Anstieg der durchschnittlichen Krankenkassenprämie von 233 Franken auf 244 Franken liegt unter dem Anstieg der Vorjahre. Durch die Anhebung der Grundfranchise von 230 Franken auf 300 Franken und dem von 600 Franken auf 700 Franken erhöhten Selbstbehalt muss die versicherte Person im Krankheitsfall künftig mehr zahlen.
Ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Prämien im Kanton Aargau liegt in der weiterhin anhaltenden Mengenausweitung in allen Leistungsbereichen. Weiter schlagen sich die finanziellen Auswirkungen des neuen Lohnsystems (ABAKABA) in den Kostenberechnungen der Krankenversicherungen nieder.
Die Einführung einer einheitlichen Prämienregion und der tiefere Rabatt bei der Wahlfranchise kann bei einzelnen Personen zu einem massiven Prämienanstieg führen. Die Vereinheitlichung der Prämienregionen wirkt sich im Kanton Aargau auf rund 200'000 Versicherte bei 11 Krankenversicherungen aus.
Die von den Aargauerinnen und Aargauern frankenmässig zu bezahlenden Prämien liegen weiterhin unter dem schweizerischen Durchschnitt. Wird die prozentuale Prämiensteigerung für 2004 betrachtet, fällt in den meisten anderen bevölkerungsstarken Kantonen der Anstieg tiefer aus als im Kanton Aargau. Das lässt darauf schliessen, dass der Trend der letzten Jahre mit einer Annäherung der aargauischen Prämien an den schweizerischen Durchschnitt weiter anhält.