Kontrolle der Aargauer Kompostieranlagen
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Zertifikat für einwandfrei geführte Betriebe
Die Aargauer Kompostieranlagen werden neu durch Inspektoren des Verbandes Kompost- und Vergärwerke Schweiz (VKS) kontrolliert. Der Kanton hat diesbezüglich eine Vereinbarung mit dem VKS abgeschlossen. Die ersten Kontrollen erfolgten im Jahr 2003. Einige Anlagen erfüllten die Kontrollkriterien noch nicht.
Die Kompost- und Vergäranlagen im Kanton müssen, gemäss Umweltschutzgesetz, regelmässig kontrolliert werden. Dies mit dem Ziel, der Landwirtschaft und dem Gartenbau einwandfreien Kompost liefern zu können und die Umweltverträglichkeit der Betriebe sicher zu stellen. Der Kanton hat diese Kontrollaufgabe - vorläufig für drei Jahre - dem Verband der Kompost- und Vergärwerke Schweiz (VKS) übertragen. Durch diese Branchenvereinbarung können Synergien genutzt werden, die beiden Seiten dienen. Zudem übernimmt der Verband Führungsaufgaben und stellt den Betrieben, welche die Inspektion bestanden haben, jeweils für ein Jahr ein Zertifikat aus. Mit Orientierungsschreiben und an Informationsveranstaltungen sind die Betreiber der Kompostieranlagen über dieses Vorgehen informiert und auf die Inspektionen vorbereitet worden. In den Monaten Mai und Juni 2003 wurden die Inspektionen erstmals durchgeführt.
Kontrolliert wurden 30 Betriebe, verteilt auf das ganze Kantonsgebiet: 13 Feldrandanlagen, eine Hallen- sowie 16 offene Mietenkompostieranlagen auf befestigten Plätzen. Verarbeitet werden rund 74'000 Tonnen kompostierbare Abfälle, was rund 36'000 Tonnen Kompost ergibt. Von den unabhängigen Inspektoren am häufigsten bemängelt, wurden die fehlenden Temperaturprotokolle. Diese belegen, ob die verarbeiteten Materialien als hygienisch unbedenklich gelten.
Einige der kontrollierten Betriebe erfüllen die gesetzlichen Anforderungen der Umweltschutzgesetzgebung noch nicht und müssen entsprechende Massnahmen einleiten (z.B. Platzsanierungen).
Die bei den Inspektionen geführten Gespräche mit den Mitarbeitenden der Kompostieranlagen haben zudem gezeigt, dass bezüglich Aus- und Weiterbildung grosser Nachholbedarf besteht. Dies auch, weil es für die Tätigkeit des Kompostwarts bisher keine Berufsausbildung gibt. In den kommenden Jahren sollen deshalb die privaten Weiterbildungsangebote des VKS vermehrt genutzt werden und mit dem erworbenen Fachwissen bei der Arbeitserledigung und der Aufzeichnungsqualität substantielle Verbesserungen erreicht werden.
Mit der Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und dem VKS ist das Ziel verbunden, das Qualitätsniveau in der Kompostier-Branche zu steigern. Aus Abfällen soll unter optimalen Bedingungen ein gutes, hygienisch einwandfreies Produkt hergestellt werden, das als Kompost ökologisch sinnvolle Verwendung findet.