Kein Kahlschlag im Wagenladungsverkehr
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Grossteil bleibt auf der Schiene
Im Kanton Aargau bleiben 98 % des bisher transportierten Volumens auf der Schiene. Nur bei 9 von ursprünglich 20 Bedienungspunkten ist die Zustellung auf der Schiene gefährdet.
Die Ankündigung der SBB Cargo, schweizweit rund 300 - davon im Kanton Aargau 20 - Destinationen nicht mehr zu bedienen, hat heftige Reaktionen ausgelöst. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt BVU hat die Anliegen und Forderungen der im Aargau betroffenen Gemeinden aufgegriffen und vertritt deren Interessen gegenüber SBB Cargo. Diese orientierte das BVU über den aktuellen Stand im Aargau.
Die Transporte erfolgen mehrheitlich über das Grundnetz mit 28 Bedienungspunkten. 96 % des bisherigen Volumens werden über dieses Netz abgewickelt. Für weitere neun Destinationen sind flexible Lösungen vorgesehen. Die Zustellung der Wagen erfolgt in diesen Fällen in Absprache zwischen der SBB Cargo und den Kunden z.B. nur an bestimmten Wochentagen. Die sechs Bedienungspunkte der Wynen- und Suhrentalbahn (WSB) bleiben ebenfalls erhalten. Damit bleiben rund 98 % des bisherigen Verkehrs auf der Schiene.
Neun Destinationen mit mehrheitlich geringen Mengen sind gefährdet. SBB Cargo verknüpft die künftige Bedienung dieser Punkte mit der Auflage, dass pro Zustellung ein Mindestvolumen erreicht wird und die Preise die Kosten decken. Mit der Schliessung der gefährdeten Punkte werden knapp 2 % des bisherigen Volumens auf die Strasse verlagert. Das sind umgerechnet auf Lastwagen und bezogen das ganze Kantonsgebiet zirka 16 Lastwagenfahrten pro Tag.
Das BVU erwartet, dass SBB Cargo möglichst allen Kunden zufrieden stellende Lösungen anbietet und die Verlagerung auf die Strasse möglichst klein bleibt.