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Kein Angebotsabbau auf der Linie Koblenz-Waldshut :
Erfolgreiche Intervention durch den Kanton Aargau

Das Land Baden-Württemberg verzichtet vorderhand auf den geplanten Abbau des Bahnangebots zwischen Koblenz und Waldshut. Gemeinsam mit dem Kanton Aargau soll jetzt eine langfristige und zukunftsgerichtete Lösung für den Bahn-Grenzverkehr gesucht werden.

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg kündigte im Januar 2007 einen markanten Abbau des Bahnangebotes zwischen Koblenz und Waldshut an, und das bereits für diesen Juni. Für den Kanton Aargau kam dieser Entscheid völlig überraschend, denn das Bahnangebot war in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert worden. Die Bevölkerung schätzt die direkten Züge von Waldshut nach Baden beziehungsweise nach Zurzach und Winterthur. Das Zugsangebot dient sowohl für Fahrten zur Arbeit als auch dem Einkaufs- und Freizeitverkehr.

Der Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt intervenierte deshalb in Stuttgart und forderte einen Verzicht auf die vorgesehene Streichung. Wie nun das Innenministerium von Baden-Württemberg mitteilt, werden die auf den 10. Juni 2007 vorgesehenen Kürzungen nicht umgesetzt. Damit bleibt der Halbstundentakt zwischen Koblenz und Waldshut vorerst bestehen.

Regierungsrat Peter C. Beyeler zeigt sich über den Entscheid zufrieden: "Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, die Landesregierung davon zu überzeugen, auf diese Streichung zu verzichten."

Wie es ab Fahrplan 2008 definitiv weitergeht, wird in den nächsten Wochen Gegenstand von Verhandlungen sein. Der Kanton Aargau möchte den öffentlichen Verkehr auf der Achse Waldshut-Baden weiter fördern. Ein Angebotsabbau würde diese Bestrebungen schwächen und die bereits heute überlasteten Strassen im Raum Waldshut-Tiengen/Koblenz zusätzlich belasten. Das wäre für die wirtschaftliche Entwicklung dieses grenzüberschreitenden Raums negativ, denn ein flüssiger Verkehr und ein attraktives ÖV-Angebot sind diesbezüglich von hoher Bedeutung.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt