Kantonsspital Baden: Positive Bilanz
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Bilanzmedienkonferenz vom 26. April 1999
Die Auswirkungen der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung (WOV) auf das Rechnungsergebnis des Kantonsspitals Baden (KSB) sind positiv: Nach der ersten WOV-Periode 1998 kann das KSB ein klar besseres Ergebnis von rund 5, 5 Mio Franken gegenüber dem Jahresbudget 1998 ausweisen.
Das erfreuliche Rechnungsergebnis ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Beim Aufwand entfielen Einsparungen auf nicht getätigte Investitionen von rund 2,5 Mio Franken, die erst 1999 realisiert werden. Die Übertragung solcher Mittel auf Folgejahre ist erst dank WOV möglich. Weitere 1,66 Millionen Franken konnten beim restlichen Sachaufwand eingespart werden, wobei besonders der Immobilien-/ Mobilienaufwand, der Energie- und Wasserverbrauch sowie der Haushaltaufwand positiv zu Buche schlugen. Beim Ertrag erzielte das Kantonsspital Baden gegenüber dem Budget Mehreinnahmen von über 1 Mio Franken. Dies ist zurückzuführen auf eine leichte Steigerung bei den stationär behandelten Patientinnen und Patienten und auf eine markante Zunahme bei den ambulant behandelten Patientinnen und Patienten.
Rechnungsergebnis 1998 im Vergleich zum Vorjahr
Das positive Rechnungsergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rechnung 1998 im Vergleich zum Vorjahr schlechter abschloss. Gegenüber der Rechnung 1997 hinterliess eine weitere Abnahme bei den Privatpatienten - zurückzuführen auf die bekannte Prämiensituation in der Schweiz - klare Spuren, was den Ertrag um rund 2 Millionen Franken schmälerte. Bei den ambulanten Einnahmen konnte eine Steigerung gegenüber den stabilen Vorjahren festgestellt werden.
Insgesamt wurden 3,7 Mio Franken mehr Ausgaben getätigt als im Vorjahr. Die Steigerung wurde vor allem im Personalbereich, beim Medizinischen Bedarf und bei den Investitionen verursacht. Die Mehrausgaben im Personal- und Sachaufwand widerspiegeln die erhöhte Leistungserbringung (+3,5 % mehr geleistete Taxpunkte als im Vorjahr).
Stationäre Leistungen 1998 im Vergleich zum Budget 1998 (ohne Säuglinge)
Die Anzahl der stationär betreuten Patientinnen und Patienten (12?242 Fälle) liegt mit +2% über den voranschlagten 12'000 Fällen. Trotz der gegenüber dem Budget mehr geleisteten 242 Fällen nahmen die Pflegetage im Budgetvergleich um - 1,03 % (- 1?108 Pflegetage) ab.
Stationäre Leistungen 1998 im Vergleich zum Vorjahr 1997 (ohne Säuglinge)
Im Vergleich zum Vorjahr (12?189 Fälle) wurden im Jahre 1998 mit den erwähnten 12?242 stationären Fällen ebenfalls mehr Patientinnen und Patienten behandelt, was eine Steigerung von +0,43 % bedeutet. Bei den Pflegetagen ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls eine leichte Zunahme von 105'575 auf 106?192 Tage festzustellen. Dies ergibt eine Steigerung von +0,58%. Die Aufenthaltsdauer des Akutbereiches beträgt 8,67 Tage und ist somit gegenüber 1997 stabil geblieben. Bei insgesamt 378 betriebenen Akutbetten betrug die Bettenbelegung im vergangenen Jahr 86%, was den allgemeinen Erfordernissen einer gut ausgelasteten Spitalinfrastruktur entspricht.
Ambulante Leistungen
Die budgetierten ambulanten Fälle (25?200) sind durch eine Steigerung um +11,8% klar übertroffen worden. Im Jahre 1998 sind insgesamt 28?175 ambulante Fälle zu verzeichnen, die durch die Betreuung von Patientinnen und Patienten entstanden sind. Gegenüber dem Vorjahr 1997 bedeutet dies ebenfalls eine Steigerung, und zwar um +11,34%. Die Konsultationen sind von 41?174 auf 47?570 gestiegen, was einer Steigerung von +15,5% entspricht. Mit der Zunahme der ambulanten Fälle und Konsultationen hat sich der Trend der vergangenen Jahre weiter fortgesetzt.
Steigerung der Gesamtleistung
Die stationären, ambulanten und externen Leistungen, bewertet nach dem Spitalleistungskatalog (SLK) betragen damit total 18?489?832 Taxpunkte, was einer Zunahme von +4,46% gegenüber 1997 entspricht. Die Erhöhung der Pflegetage- bzw. Fallkosten ist im Vergleich zum Vorjahr auf die oben beschriebenen erhöhten Investitions- und Sachaufwendungen und auf die höhere Leistungserbringung pro Fall zurückzuführen.
Rückblick auf die erste WOV-Periode 1998
Die Anforderungen durch die Wirkungsorientierte Verwaltungsführung sind im Spital und insbesondere im administrativen Bereich im vergangenen Jahr exponentiell gestiegen. In besonders enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Gesundheitsdepartementes war es deshalb ein gemeinsames Anliegen, die Effizienz bei der Erstellung der WOV-Berichte zu verbessern, Doppelspurigkeiten zu verhindern und den WOV-Gedanken noch verstärkt hinaus zu tragen. WOV - verstanden als Instrument, das zu mehr Eigenverantwortung bei der Erfüllung des medizinischen, pflegerischen und finanziellen Leistungsauftrages führt - eröffnet dem Kantonsspital Baden neue Perspektiven. Diesen unternehmerischen Freiraum gilt es zu nutzen, damit die Qualität der Leistungserbringung im Einklang mit den geforderten Sparbemühungen und den notwendigen Investitionstätigkeiten stehen kann.