Kantonaler Führungsstab übte
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Militärische Hilfeleistung in Katastrophensituationen
In einer grossangelegten Stabsübung über 20 Stunden probten am vergangenen Sonntag und Montag der Kantonale Führungsstab (KFS), die Kantonspolizei und der Stab des Territorialregimentes 23 (Ter Rgt 23) das Zusammenwirken von zivilen und militärischen Einsatzkräften in einer ausserordentlichen Katastrophensitutation.
Basis für die Übung bildete eine Hochwassersitutation, wie sie der Kanton 1994 erlebt hat. Die Übungsgestaltung war deshalb äusserst realistisch und setzte die Beübten einem permanenten Arbeits- und Leistungsdruck aus. Die Übung wurde im Auftrag des Regierungsrates durchgeführt. Drei Mitglieder des Rates nahmen mit Besuchen Einblick in den Übungsablauf. In einer ersten Beurteilung nach Übungsabbruch am Montagabend äusserten sich sowohl die Teilnehmer als auch die Übungsleitung befriedigt über den geleisteten Einsatz. Die Übungsziele seien im Grossen und Ganzen erreicht worden. Die Übung habe wertvolle Hinweise gebracht wie die Organisation, die Abläufe und die Infrastruktur verbessert werden kann und muss. Die detaillierte Auswertung erfolgt in den nächsten Wochen und wird als Bericht dem Regierungsrat vorgelegt werden.
Ausgangspunkt für die Übung war die Hochwassersituation von 1994, von der Übungsleitung in Zusammenarbeit mit Meteorologen und Hydrologen allerdings realistisch verschärft. Nachdem der von der Kantonspolizei aufgebotene Kantonale Führungsstab erkannte, dass angesichts des Ausmasses der Überschwemmungen und Schäden die Mittel der Gemeinden und des Kantons nicht mehr ausreichten, stellte er ein Gesuch um militärische Hilfe. Für diese Hilfe wurde dem Kanton das verstärkte Ter Rgt 23 zugewiesen. Der Kanton verfügte damit über eine personelle Unterstützung von 1'500 Mann. Ein grosses Gewicht in der Übung lag dann auf der Zusammenarbeit zwischen der zivilen und militärischen Führung. Gemeinsam wurden die notwendigen Absprachen über die Einsatzgebiete und die Hilfeleistungen getroffen.
Die lange und sorgfältige Vorbereitung der Übung hat sich ausbezahlt. Der Ablauf der Geschehnisse war wirklichkeitsgetreu und zeigte heikle Gefahrenherde an den aargauischen Gewässern und Flussläufen auf. Die Hochwasserkatastrophe erforderte von den Übungsteilnehmern den vollen und ununterbrochenen Einsatz. Es gab kaum eine Verschnaufpause. Die ganze Übung lief pannenfrei ab, bis auf eine Ausnahme. In der Hektik der Übung wurde eine Verkehrsmeldung anstatt auf dem speziellen Übungsformular auf dem offiziellen Formular der Polizei notiert und deshalb fälschlicherweise der Verkehrsinformationszentrale des TCS in Genf übermittelt und von den Radiostationen verbreitet. Glücklicherweise wurde die Panne rasch bemerkt und nur wenige Minuten später korrigiert. Die Übungsleitung entschuldigt sich bei den kurzfristig verunsicherten und einzeln auch verärgerten Verkehrsteilnehmern für diesen Zwischenfall.