Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Kanton Aargau leistet Pionierarbeit :
Berufsmaturität für Lernende aus dem Gesundheitsbereich

Novum in der Bildungslandschaft Schweiz: Am 17. August 2001 beginnt an der Berufsschule Aarau eine Klasse von Lernenden aus Berufen des Gesundheitsbereichs mit der technischen Berufsmaturität.

Ab 17. August besuchen erstmals rund 20 Berufslernende der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege (GKP) und für Technische Operationsassistentinnen und -assistenten (TOA) Aarau die technische Berufsmaturität an der Berufsschule Aarau. Damit wird gesamtschweizerisch bildungspolitisches Neuland betreten. Ermöglicht hat dies eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Departement Bildung, Kultur und Sport und dem Gesundheitsdepartement.

Lernende der Berufe Gesundheits- und Krankenpflege (Diplomniveau I und II) und TOA sowie Physiotherapeutinnen und -therapeuten haben mit der Öffnung der Berufsmaturität für den Gesundheitsbereich nun dieselben Bildungschancen wie Berufslernende aus kaufmännischen und gewerblich-industriellen Berufen.

Dem Kanton bietet das neue Angebot die Möglichkeit, Erfahrungen für die Weiterentwicklung der technischen Berufsmaturität für die Fachrichtung Gesundheit zu sammeln. Darüber hinaus wird damit bereits heute ein bedeutendes Element der neuen Bildungssystematik im Gesundheitsbereich eingeführt.

Berufsschule Aarau als idealer Schulort

In den Gesundheitsberufen ist das Interesse an der Berufsmaturität gross. Dies hat eine Abklärung unter Lernenden gezeigt. Mit der Berufsschule Aarau (BSA) wurde nun ein idealer Schulort gefunden: Dank der örtlichen Nähe zu den GKP- und TOA-Schulen in Aarau bietet die BSA beste Voraussetzungen - für die Lernenden wie für die involvierten Schulen.

Voraussetzungen für weiterführende Schulen

Die Schulen für Gesundheitsberufe des Kantons Aargau sind über das neue Angebot erfreut. Aus ihrer Sicht wird damit die Attraktivität der Ausbildung im Gesundheitsbereich deutlich gesteigert. Ausserdem werden mit der Berufsmaturität auch für die Berufsgruppen im Gesundheitswesen die Voraussetzungen für weiterführende Schulen (z.B. Fachhochschulen) geschaffen.

Das Aargauer Berufsmaturitätsangebot weckt auch auf gesamtschweizerischer Ebene Interesse: Eine Arbeitsgruppe des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) und der Sanitätsdirektorenkonferenz (SDK) erarbeitet derzeit einen Vorschlag für eine neue Berufsmaturität in technisch-naturwissenschaftlicher Richtung. Die Arbeitsgruppe zeigt sich an den Aargauer Erfahrungen interessiert.

  • Staatskanzlei