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Jubiläumsjahr und Fachhochschulen :
Medienfahrt 30. Oktober 97

1998 neuer Bildungsanlauf Im grossen Gedenk- und Jubiläumsjahr 1998 will der Kanton an die bildungspolitische Aufbruchstimmung von 1798 anknüpfen und mit seinen Fachhochschulen Impulse für die Zukunft geben. Regierung und Projektleitung orientierten am Donnerstag über die Vorbereitungen.

Im Gedenk- und Jubiläumsjahr 1998 unter dem Motto "Allons-y, Argovie! - 200 Jahre moderne Schweiz" will der Kanton Aargau das bildungspolitische Erbe der stark aargauisch geprägten Helvetik neu beleben. Wie Landammann (Regierungsvorsitzende) Dr. Stéphanie Mörikofer-Zwez und Erziehungsdirektor Peter Wertli am Donnerstag in Aarau vor Medienschaffenden aus der ganzen Schweiz ausführten, erhofft sich die Aargauer Regierung von der Auseinandersetzung mit dem - in erster Linie bildungs- und kulturpolitischen - Erneuerungsprozess von 1798 einen entscheidenden Impuls für die Bewältigung der Zukunft. Die Verantwortlichen nahmen die Vorstellung der vielfältigen Gedenk- und Jubiläumsaktivitäten im kommenden Jahr zum Anlass, auch über den aktuellen Stand der beiden aargauischen Fachhochschulen "Technik" und "Gesundheit" zu informieren.

Warum im Aargau?

Bevölkerung, Parlament und Regierung des Kantons Aargau haben dieses Jahr mit mehreren deutlichen Abstimmungsentscheiden bekräftigt, dass der grösste Nichthochschulkanton der Schweiz an seinen im Rekordtempo vorwärtsgetriebenen Fachhochschulprojekten festhält. Gesundheitsdirektorin Mörikofer und ABB-Schweiz-Chef Alois Sonnenmoser, Präsident des Fachhochschulrates "Technik", untermauerten den politischen Willen mit dem Sachargument "Synergien": Im Aargau bestehen mit der Kaderschule für Krankenpflege des Schweizerischen Roten Kreuzes, der Höheren Technischen Lehranstalt Brugg-Windisch, der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule Baden und verschiedenen Weiterbildungsinstitutionen im Sozial- und Pädagogikbereich bereits topmoderne, praxisnahe Einrichtungen mit ausgezeichnetem Renommé. Aus der Zusammenführung zu den Fachhochschulen "Technik", bzw. "Gesundheit" entstehen Kompetenzzentren, die sich in innovativen Fachgebieten mit interdisziplinärer Zusammenarbeit profilieren. Der Aargau rechne fest damit, dass der Bund das entsprechende Gesuch unterstütze, betonte Wirtschaftskapitän Sonnenmoser.

Vorarbeiten weit vorgeschritten

Im Bereich "Technik" sind die Lehrpläne bereits angepasst worden; im November beginnen die ersten Fachhochschul-Lehrgänge. Im Bereich "Gesundheit" wurde mit dem SRK die Führung der Fachhochschule vereinbart; mit dem Kanton Bern fanden Gespräche über die künftige Zusammenarbeit statt. Der Kanton Aargau ist der einzige Deutschschweizer Kanton, der eine Fachhochschule "Gesundheit" plant. Bisher fehlten in der Schweiz im nicht-ärztlichen Gesundheitsbereich Ausbildungen auf Tertiärstufe.

Zahlreiche Aktivitäten

Wie Dr. Ulrich Weber, Projektleiter 1998 des Kantons Aargau, aufzeigte, findet 1998 im Kulturkanton eine wahre Kaskade an Gedenk- und Jubiläumsaktivitäten statt, unter anderem ein nationaler Gedenkakt mit Bundesrat und Kantonsregierungen am 17. Januar, zahlreiche Ausstellungen, Tagungen, Feste und eine Musiktheaterproduktion. Das Didaktikum, die kantonale Ausbildungsstätte für Oberstufenlehrkräfte, führt einen Geschichtswettbewerb für Jugendliche durch und veröffentlicht diverse neue Materialien für den Geschichtsunterricht auf der Sekundarstufe. Ferner veröffentlicht der Aargau als erster Kanton in den nächsten Tagen ein Buch und eine CD-ROM zum Thema "Revolution 1798" als Resultat neuer, zeitgemäss präsentierter historischer Untersuchungen zum Thema "Helvetik".

Weitere Auskünfte:

Zur Fachhochschule "Gesundheit":
Dr. Stéphanie Mörikofer-Zwez, Vorsteherin Gesundheitsdepartement, Tel. 062 835 29 02

Zur Fachhochschule "Technik":
Dr. Alexander Hofmann, Amt für Berufsbildung, Tel. 062 835 21 92

Zum Jubiläumsprogramm 1998:
Dr. Ulrich Weber, Projektleitung 1998,Tel. 062 835 12 67

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