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Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt :
Umsetzungsphase des Projekts gestartet

Mit der konstituierenden Sitzung des Leitungsor-gans am vergangenen Dienstag ist das Interventi-onsprojekt in eine 2. Phase gestartet. Der von der vormaligen Arbeitsgruppe vorgeschlagene um-fangreiche Massnahmenkatalog soll für die Umset-zung vorbereitet werden. Nebst der Projektleitung kommt dabei auch dem neu zusammengesetzten Runden Tisch eine wichtige Rolle zu.

Das Interventionsprojekt hat zum Ziel, die Interventionspraxis im Kanton Aargau für Frauen, Männer und Kinder zu verbessern, um häusliche Gewalt zu stoppen und Eskalationen zu verhindern, Opfer maximal zu schützen und Gewaltausübende zur Verantwortung zu ziehen. Eine Arbeitsgruppe hat dazu einen rund fünfzig Massnahmen umfassenden Katalog erarbeitet. Diese müssen nun vertieft bearbeitet und realisiert werden. Einige Massnahmen, insbesondere im polizeilichen Bereich, konnten bereits umgesetzt werden. Die neue Projektstruktur mit dem Leitungsorgan, einer vollamtlichen Projektleitung und dem Runden Tisch soll dazu beitragen, dass die vorgeschlagenen Massnahmen wirksam umgesetzt werden können.

Zusammensetzung und Aufgaben des Leitungsorgans
Am vergangenen Dienstag ist das neu eingesetzte Leitungsorgan zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Im Leitungsorgan - unter dem Vorsitz von Regierungsrat Kurt Wernli - sind die Gemeinden mit Herrn Max Heller, Gemeindeammann in Kaiseraugst, und die Gerichte mit Frau Franziska Plüss, Oberrichterin, vertreten. Das Leitungsorgan unterstützt die Projektziele, legt das Projektvorgehen fest und beurteilt die Umsetzungsvorschläge.

Weiteres Vorgehen
Für das weitere Vorgehen wurde durch das Leitungsorgan eine Priorisierung vorgenommen: Um die Interventionspraxis im Kanton Aargau nachhaltig zu verbessern, sind fest verankerte Strukturen notwendig. Das Projekt soll deshalb in erster Linie die zur Verbesserung im institutionellen Bereich vorgeschlagenen Massnahmen vertiefen.

Zusammensetzung des Runden Tisches
Das Leitungsorgan hat zudem die Zusammensetzung des so genannten Runden Tisches bestimmt. Der Runde Tisch ist eine Art Drehscheibe des Projektes, wo sich Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden und Institutionen treffen, die sich im Alltag konkret mit Opfer und Täter häuslicher Gewalt auseinandersetzen. Neben der Erarbeitung entscheidungsreifer Konzepte zur Massnahmenumsetzung sollen sich die betroffenen Stellen näher kommen und ihre Zusammenarbeit institutionalisieren. Damit wird gewährleistet, dass die Massnahmen aufeinander abgestimmt werden.

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