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Integration: fruchtbare Forumsdiskussion :
Kantonale Arbeitsgruppe lud an den runden Tisch

Über 50 Personen, hauptsächlich Vertreterinnen und Vertreter von Ausländerorganisationen, haben am 19. Juni am "Forum für Migration" im Jugendhaus Aarau teilgenommen; dies als Auftakt zu weiteren Austauschmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Hauptakteuren im Integrationsbereich.

Die "Kantonale Arbeitsgruppe Integration" hat die Ausländerorganisationen zum Gespräch eingeladen. Ziel dieses Forums war es, dass Migrantinnen und Migranten im Aargau ihre Anliegen in Sachen Integration vorbringen konnten. Ihre Eingaben und Vorschläge werden in das kantonale Integrationsleitbild einfliessen. Dieses wird im Auftrag des Regierungsrats von der Arbeitsgruppe bis im Herbst 2001 erarbeitet.

Die meisten Vertreterinnen und Vertreter der Ausländerorganisationen stimmten den Grundthesen der Arbeitsgruppe zu. In den Bereichen Obligatorium für Sprachkurse und politische Partizipation gab es die meisten Meinungsverschiedenheiten.

Den Auftakt des Forums bildete eine musikalisch-poetische Einstimmung eines in Aarau ansässigen anatolischen Künstlers. Danach wurden in 5 Gruppen intensiv die vier Hauptthesen des Leitbildes diskutiert. Es trat klar zutage, dass unter den verschiedenen ethnischen Gruppen keineswegs die gleiche Meinung herrscht.

In der darauffolgenden Präsentation im Plenum gaben einzelne Sprecher die Resultate der Gruppendiskussionen weiter. Als sehr wichtig wurde die Situation der nichterwerbstätigen Frauen sowie der ausländischen Jugendlichen mit Bildungsdefiziten eingestuft. Die Teilnehmer äusserten den Wunsch, vermehrt mit der einheimischen Bevölkerung durch gemeinsame Aktivitäten in Quartieren und Gemeinden in Kontakt zu kommen. Was fehlt, sind vor allem Anlaufstellen auf Gemeindeebene.

Das rege Interesse am Forum zeigt, dass viele Menschen im Aargau gewillt sind, sich in Sachen Integration zu engagieren. Dies ist jedoch ein langfristiger Prozess, der sowohl das Mitwirken von Zugewanderten als auch von Einheimischen erfordert. Indem beide Seiten tolerant aufeinander zugehen, schaffen sie die Basis für ein friedliches Zusammenleben.

  • Staatskanzlei