Innovatives Zuweisungsmanagement der Kantonsspitäler
:
Gemeinsamer Weg von KSB und KSA in Bezug auf Technologie und Prozesse
Die Kantonsspitäler Aarau und Baden optimieren und standardisieren die Schnittstellenprozesse bei der Zuweisung und bei der Verlegung der Patientinnen und Patienten. Sie setzen dabei auf die gleiche technische Lösung; die technische Basis dazu liefert die Schweizerische Post. Die beiden Spitäler standen im Entscheidungsprozess in engem Kontakt mit dem Kanton.
Mit der neuen Kommunikationsplattform wollen die beiden Kantonsspitäler Aarau (KSA) und Baden (KSB) primär das Optimierungspotenzial ihrer technischen Schnittstellen von und zu den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie anderen stationären Institutionen im Gesundheitswesen ausschöpfen. Im Fokus stehen in der Folge sowohl die Effizienz der Zuweisungs- und Verlegungsprozesse als auch die Vereinfachung der Kommunikation zwischen den zuweisenden Ärzten und den Spitälern. Die neue Kommunikationsplattform soll im Herbst 2014 in Betrieb genommen werden. Das KSA und KSB hoffen, dass in Zukunft eine Mehrheit der Zuweisungen über diese digitale Lösung abwickelt werden können.
Autonome Ausschreibung, koordinierter Entscheid
Beide Institutionen haben ihre Bedürfnisse und Zielsetzungen in Bezug auf diese Prozesse autonom formuliert, ausgeschrieben und ausgewertet. Im Sinne eines Commitments zur Standardisierung der digitalisierten Kommunikationsprozesse im Gesundheitswesen haben die Kantonsspitäler in Koordination mit dem Kanton letztlich – auch mit Blick auf das erhebliche Synergiepotenzial – auf die gleiche technische Lösung der Schweizerischen Post gesetzt.
Mit diesem Schulterschluss der Institutionen mit dem kantonalen "Programm eHealth Aargau 2015" ist der Kanton Aargau einen innovativen und nachhaltigen Weg gegangen, die Nutzenfrage bei der Standardisierung der Kommunikation konkret aufzuzeigen. Diese Erfahrungswerte werden grundsätzlich auch anderen Institutionen zur Verfügung gestellt. Im "Programm eHealth Aargau 2015" sind sämtliche massgebenden Branchenverbände im Gesundheitswesen vertreten. Das Programm ist 2012 gestartet und dauert noch bis Ende 2015. Dabei stehen vor allem organisatorische, finanzielle, juristische und technische Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Diese Rahmenbedingungen dienen einer sogenannten "eHealth-Gemeinschaft", Patientendaten sach- und zeitgerecht sowohl den Behandelnden als auch den Patientinnen und Patienten zur Verfügung zu stellen.
Heute rund 5 Prozent der Zuweisungen digital
Im März 2014 starten das KSA und das KSB die jeweiligen Umsetzungsprojekte. Der Kanton wird mit Fokus auf die eHealth-Rahmenbedingungen die Umsetzung auf kantonaler Ebene begleiten. Dabei sollen auch die zuweisenden Ärztinnen und Ärzte sachgerecht einbezogen werden. Ab Herbst 2014 wollen die Institutionen das Zuweisungs- und Verlegungsmanagement über die neue Kommunikationsplattform abwickeln.
Im KSA und KSB finden jährlich Tausende Zuweisungen durch Ärztinnen und Ärzte statt. Heute sind dafür die klassischen Kommunikationswege wie Telefon, Fax und Post nach wie vor von grosser Bedeutung. Nur ein paar wenige Prozent aller Zuweisungen erfolgen elektronisch. Dies soll sich aber durch die neue Kommunikationsplattform ändern und unter anderem dazu beitragen, dass die Prozesse aller Teilnehmenden beschleunigt werden können. Ausserdem wird damit die Basis für Kooperationsmodelle der verschiedenen Player im Gesundheitswesen geschaffen.
Im Mai 2014 informieren KSA und KSB sowie der Kanton im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Aarau über den technischen Lösungsansatz im Bereich des Zuweisungs- und Verlegungsmanagements sowie über weitere Ergebnisse des "Programms eHealth Aargau 2015".