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Innovative Aargauer Landwirtschaft :
Vier Projekte ausgezeichnet

In Rüfenach konnte Regierungsrat Roland Brogli vier Preisträger mit dem Aargauer Innovations- und Förderpreis der Landwirtschaft auszeichnen. Deren Projekte zeugen vom Ideenreichtum und dem Unternehmertum der Aargauer Landwirtschaft.

Landstatthalter Roland Brogli sprach bei der Preisverleihung des Innovations- und Förderpreises die mannigfaltigen Herausforderungen an, mit der die Bauern zunehmend konfrontiert sind. "Diese Herausforderungen rufen nach kreativen und unternehmerischen Köpfen, die bereit sind, Bewährtes weiter zu entwickeln, Neuerungen zu wagen und Risiken einzugehen." Der Kanton stehe zu seiner Landwirtschaft und werde auch in Zukunft innovative Projekte wie die der Preisträger gezielt unterstützen und die innovative Landwirtschaft durch hochstehende und zukunftsgerichtete Ausbildung, Weiterbildung und Beratung fördern.

Bereits zum siebten Mal wurde der Innovations- und Förderpreis Landwirtschaft durch die Aargauische Landwirtschaftliche Kredit- und Bürgschaftskasse (ALK) und das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg ausgeschrieben. Acht eingereichte Projekte wurden durch eine breit abgestützte Jury nach einem einheitlichen Bewertungsraster beurteilt. Dabei wurden sieben Kriterien berücksichtigt: Kreativität und Einzigartigkeit, Imageförderung, Ressourcenbedarf und Nachhaltigkeit, Wertschöpfung, wirtschaftliches Potenzial, Marketing, Projektplanung / -präsentation sowie Praxistauglichkeit. Mit dem landwirtschaftlichen Innovations- und Förderpreis 2008 konnten vier innovative Projekte und die Menschen, die dahinter stehen, ausgezeichnet werden.

Der erste Preis im Wert von 5 000 Franken ging an das Projekt "Heilpädagogische Sonderschule auf dem Bauernhof" von Familie Fritz und Susanne Schwarz-Weber aus Rüfenach. Seit Herbst 2006 kommt eine Sonderschulklasse wöchentlich nach Rüfenach, erlebt dort mit allen Sinnen den praktischen Umgang mit Materialien und Tieren und lernt Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt zu verstehen. Das Projekt vernetzt die Berufe des Betriebleiterpaars (Landwirt und Lehrerin) und wirkt sich nachhaltig auf die Direktvermarktung und das Image der Landwirtschaft aus.

Ebenfalls mit dem ersten Preis wurde das Projekt von Michael Notter aus Niederrohrdorf ausgezeichnet. Er passte seine Kaninchenhaltung optimal auf die Bedürfnisse der Tiere und die betrieblichen Voraussetzungen an und ist mit seinem qualitativ hochwertigen Nischenprodukt erfolgreich. Durch die Tätigkeit als Berater gibt er seine Erfahrungen weiter, damit auch andere Betriebe in die Kaninchenhaltung einsteigen können.

Mit dem Projekt Buschwirtschaft Chalmstübli klassierten sich Konrad und Sonja Zimmermann aus Oberflachs auf dem dritten Rang. Mit eigenem Wein und anderen hofeigenen und selbst hergestellten Produkten bewirten sie ihre Gäste im neu erstellen Chalmstübli. Sie konnten damit ein grosses Bedürfnis decken und ein interessantes Standbein ausbauen.

Der Verein "Fricktaler Bio Hochstamm-Produkte" holte sich mit seinem Projekt den vierten Rang. Die elf beteiligten Fricktaler Betriebe haben die Vision 10 000 Bio-Hochstammbäume im Fricktal zu erhalten bzw. zu pflanzen. Dieses Ziel soll durch gemeinsame Produktentwicklung und Vermarktung der Hochstammprodukte erreicht werden.

  • Departement Finanzen und Ressourcen