Immer weniger Volksschüler
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Ergebnisse der Schulstatistik 2004
Nach einem starken Anstieg der Anzahl Schü-lerinnen und Schüler an der Aargauer Volks-schule zwischen 1986 und 1996 ist seit 1997 eine rückläufige Tendenz feststellbar. Insge-samt wurden im November 2004 an der Volks-schule (inklusive Kindergarten) 76'503 Schüle-rinnen und Schüler gezählt - das sind 683 we-niger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang findet ausschliesslich auf der Primarschulstufe statt, an der Oberstufe nehmen die Schülerzahlen noch zu.
Die Schulstatistik wird jährlich anfangs November erstellt. Erfasst wird der Bestand an Schülern und Schülerinnen nach Schulart, Schulort, Geschlecht, Nationalität und zahlreichen weiteren Merkmalen. Im Rahmen der statistischen Auswertung dieser Angaben werden sowohl die aktuellen Strukturen der Schulen als auch, in Verbindung mit früheren Erhebungen, ihre zeitlichen Entwicklungen dargestellt und analysiert. Diese dienen als wichtige Planungsgrundlage.
Zahl der Primarschüler ist seit 1999 rückläufig
Im Jahr 1999 wurde mit 35'123 Schüler und Schülerinnen in der Primarschule ein seit 1979 nicht mehr erreichter Höchstwert gezählt. Seither ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler als Folge der rückläufigen Geburtenzahlen wieder zurückgegangen und lag im Jahr 2004 bei 33'097, dies sind rund 2000 Lernende oder 6% weniger als fünf Jahre zuvor.
Zahl der Oberstufenschüler steigen noch an
Die Anzahl Oberstufenschüler lag 1999 bei 27'759 Schülerinnen und Schülern. Bis ins Jahr 2004 stieg sie auf einen Bestand von 28'600. Auffallend ist, dass die Sekundar- und Bezirksschule auch gegenüber dem Vorjahr nochmals zulegte, die Realschule dagegen erstmals einen leichten Rückgang verzeichnete.
Zahl der Mittelschüler ist erneut angestiegen
Im Jahr 2004 verzeichneten die Mittelschulen wiederum einen Anstieg ihrer Schülerzahl auf einen Bestand von 4'280 Schülerinnen und Schüler. Verantwortlich für die Zunahme von insgesamt 114 Schülerinnen und Schülern gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich die Diplommittelschule (DMS). Dort stieg die Schülerzahl um 87 Schülerinnen und Schüler (+16,8%), jene der Maturitätsabteilungen um 36 (+1,1%). Die Zahl der Neueintritte legte auch gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht zu.
Hoher Frauenanteil bei den kaufmännischen Ausbildungen
Insgesamt 4'808 Schülerinnen und Schüler besuchten im November 2004 eine kaufmännische Berufsschule. Der Frauenanteil betrug 66,3%. Überdurchschnittlich viele Schülerinnen absolvierten eine Verkaufsanlehre und die Ausbildung zur Verkäuferin. Der Prozentsatz an ausländischen Berufsschülern lag bei den kaufmännischen Ausbildungen bei 18,8%. Auffallend ist der hohe Ausländer-anteil von 71,9% in der Verkaufsanlehre.
9'846 Schülerinnen und Schüler besuchten eine gewerblich-industrielle Berufsschule. Der Frauenanteil ist deutlich tiefer als bei den kaufmännischen Ausbildungen. Über alle Berufe gemittelt lag er 2004 bei 23,5%. Die prozentualen Anteile schwanken von Berufsgruppe zu Berufsgruppe erheblich. Mit über 90% sind in den Bereichen Körperpflege und Heilbehandlung vor allem Frauen vertreten. Dagegen sind im Baugewerbe und in der Metall- und Maschinenindustrie nur sehr wenige Schülerinnen zu finden.
981 Schülerinnen und Schüler besuchten eine Ausbildung an den Schulen im Gesundheitswesen. Dazu kom-men 143 Berufsschülerinnen und -schüler an der Kantonalen Schule für Berufsbildung in den Bereichen Betagtenbetreuung und Hauspflege.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Brückenangeboten an der Kantonalen Schule für Berufsbildung betrug 673.