Immer weniger Volksschüler
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Schulstatistik 2005
Nach einem starken Anstieg der Anzahl Schülerinnen und Schüler an der Aargauer Volksschule zwischen 1986 und 1996 ist seit 1997 eine rückläufige Tendenz feststellbar. Insgesamt wurden im November 2005 an der Volksschule (inklusive Kindergarten) 75’292 Schülerinnen und Schüler gezählt – das sind 1'211 (-1,6 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang findet erstmals nicht nur auf der Primarschulstufe statt, sondern als Fortschreibung der vergangenen Entwicklung auch an der Oberstufe.
Die Schulstatistik wird jährlich Anfang November erhoben. Erfasst wird der Bestand an Schülerinnen und Schülern nach Schulart, Schulort, Geschlecht, Nationalität und zahlreichen weiteren Merkmalen. Im Rahmen der statistischen Auswertung dieser Angaben werden sowohl die aktuellen Strukturen der Schulen als auch, in Verbindung mit früheren Erhebungen, ihre zeitlichen Entwicklungen dargestellt und analysiert. Dies dient als wichtige Planungsgrundlage.
Zahl der Primarschüler ist seit 1999 rückläufig
Im Jahr 1999 wurde mit 35'123 Schülerinnen und Schülern in der Primarschule ein seit 1979 nicht mehr erreichter Höchstwert gezählt. Seither ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler als Folge der rückläufigen Geburtenzahlen wieder gesunken und lag im Jahr 2005 bei 32'481. Dies sind rund 2'600 oder 7,5% Lernende weniger als sechs Jahre zuvor.
Zahl der Oberstufenschüler erstmals leicht rückläufigDie Anzahl Oberstufenschülerinnen und -schüler stieg bis ins Jahr 2004 auf 28'600 an. Im vergangenen Jahr sank sie als Fortschreibung des auf der Primarschulstufe bereits zuvor eingesetzten Rückgangs erstmals auf rund 27'800 Schülerinnen und Schüler.
Zahl der Mittelschüler erneut gestiegen
Im Jahr 2005 verzeichneten die Mittelschulen wiederum einen Anstieg ihrer Schülerzahl auf 4'400 Schülerinnen und Schüler. Verantwortlich für die Zunahme von insgesamt 134 Schülerinnen und Schülern gegenüber dem Vorjahr sind die Maturitätsabteilungen und die Diplommittelschule (DMS). Die Zahl der Neueintritte blieb in den letzten drei Jahren praktisch stabil.
Hoher Frauenanteil bei den kaufmännischen Ausbildungen
Insgesamt 4'186 Schülerinnen und Schüler besuchten im November 2005 eine kaufmännische Ausbildung an öffentlichen Berufsschulen. Der Frauenanteil betrug 67,8%. Überdurchschnittlich viele Schülerinnen absolvierten eine Verkaufsanlehre.
10'004 Schülerinnen und Schüler besuchten eine gewerblich-industrielle Berufsschule. Der Frauenanteil war deutlich tiefer als bei den kaufmännischen Ausbildungen. Über alle Berufe gemittelt lag er 2005 bei 24,4%. Die prozentualen Anteile schwankten von Berufsgruppe zu Berufsgruppe erheblich. Mit über 90% waren in den Bereichen Körperpflege und Heilbehandlung vor allem Frauen vertreten. Dagegen waren im Baugewerbe und in der Metall- und Maschinenindustrie nur sehr wenige Schülerinnen zu finden.
1'022 Schülerinnen und Schüler besuchten eine Ausbildung an den Schulen im Gesundheitswesen.Mehr als die Hälfte der Lernenden in Brückenangeboten treten aus der Sekundarschule über
Rund 800 Jugendliche besuchten im November 2005 unter dem Dach der Kantonalen Schule für Berufsbildung ein öffentliches Brückenangebot. Knapp 60% waren Frauen, 30% Ausländerinnen und Ausländer. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen besuchte ein Jahr zuvor die Sekundarschule, ein Drittel die Realschule.