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Hochwasserschutz und Renaturierung Wyna :
Öffentliche Auflage des Wasserbauprojekts

Über 60 Baumassnahmen für rund 10 Millionen Franken sollen an der Wyna in den kommenden Jahren realisiert werden, um die Siedlungsgebiete vor Hochwasser besser zu schützen und der Natur mehr Platz einzuräumen. Das Bauprojekt liegt vom 3. Januar 2005 bis zum 1. Februar 2005 in den Gemeinden auf.

Die 12 Wynentaler Gemeinden haben unter dem Dach des Regionalplanungsverbandes die Initiative für ein Wasserbauprojekt ergriffen. "Seit neun Jahren arbeitet die Repla Wynental mit den betroffenen Anliegergemeinden, den Kantonen Aargau und Luzern, den Landanstössern sowie den regionalen Naturschutzorganisationen an diesem grossen, für unser Tal wichtigen Vorhaben", betont Maurice Perrinjaquet, Präsident des Regionalplanungsverbandes Wynental. Erste Sofortmassnahmen nach den Hochwassern in den 1990er Jahren wurden bereits umgesetzt. Nun folgt die öffentliche Auflage der Hauptmassnahmen. Gleichzeitig können sich Interessierte auf der neuen Projekthomepage unter www.ag.ch/alg, Stichwort "Wasserbauprojekt Wyna", informieren. Der Kanton hat die Bauherrschaft übernommen. Das Projekt soll bis Ende 2008 abgeschlossen werden.

Ein Kernstück des Projekts ist das Hochwasserrückhaltebecken "Moos" in Gontenschwil/Zetzwil. Schon heute ufert die Wyna im "Moos" bei grossen Hochwassern aus. Zukünftig soll der natürlich vorhandene Rückhalteraum gezielt genutzt werden, um die Hochwasserspitzen zu dämpfen. So kann auf einen aufwändigen Totalausbau der Wyna verzichtet werden. Es genügt die Sanierung einzelner Schwachstellen in den Siedlungsgebieten von Oberkulm, Unterkulm und Gränichen. Dasselbe gilt für die Gemeinden Menziken und Reinach. Deren Siedlungsgebiete profitieren von der Wirkung eines zweiten Hochwasserrückhaltebeckens oberhalb Beromünster, das der Kanton Luzern mit finanzieller Unterstützung des Kantons Aargau in den Jahren 2002 bis 2003 bereits realisiert hat.

Für Baudirektor Peter C. Beyeler ist dieses Projekt wegweisend für eine erfolgreiche interkantonale und interkommunale Zusammenarbeit. "Die Wynentaler Gemeinden haben erkannt, dass alle Beteiligten profitieren, wenn die Hochwasser-Problematik gemeinsam und koordiniert angegangen wird."

Neben dem Hochwasserschutz wird der ökologische Zustand an der Wyna verbessert. Zu diesem Zweck müssen die Uferstreifen auf gewissen Abschnitten verbreitert werden, sodass der Bach einen natürlichen Lauf entwickeln kann. Ebenso werden wichtige Bachabschnitte miteinander für Fische vernetzt, indem Sohlenabstürze beseitigt werden.

Von den Projektkosten übernimmt der Bund voraussichtlich 20 % und der Kanton Aargau 40 %. Die restlichen 40 % werden von den 12 Wynentaler Gemeinden solidarisch finanziert.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt