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Hochwasser-Warnung fürs Reusstal :
Mögliche Spitze am Mittwochmorgen

Falls in der Nacht auf Mittwoch in der Zentralschweiz sehr starke Niederschläge fallen, muss im aargauischen Reusstal mit Hochwasser-Werten über denjenigen von 1999 gerechnet werden. Der Kantonale Führungsstab hat deshalb Vorsorge-Massnahmen getroffen.

Aufgrund der aktuellen Wetter- und Wasserprognosen ist nicht mit überschwemmten Strassen oder gesperrten Brücken zu rechnen. Einzig auf der Reussbrücke Rottenschwil könnte es zu kurzen Sperrungen kommen. Momentan werden dort angeschwemmte Stämme und Äste per Kran aus dem Wasser gefischt, um einen Stau zu verhindern.

Wassermengen unter 1999 - ausser bei Reuss

Hingegen könnte es am Mittwochmorgen in Bremgarten und am Mittwochnachmittag in Wallbach am Rhein (Bezirk Rheinfelden) zu überfluteten Kellern kommen. Hochwassergefährdet sind auch der Zeltplatz von Sulz bei Künten und die Brückenbaustelle bei Koblenz-Felsenau. Die Wassermengen könnten bei der Reuss jene vom Mai 1999 übertreffen; bei allen anderen Aargauer Flüssen dürften sie deutlich darunter liegen.

Sandsack-Abfüller auf Pikett

Der Kantonale Führungsstab - das Führungsorgan des Regierungsrates für ausserordentliche Lagen - hat das Personal der kantonseigenen Sandsack-Abfüllanlagen im Wohlen AG und Aarau auf Pikett gesetzt und die Gemeinden im mutmasslichen Hochwasser-Gebiet vorgewarnt. Er empfiehlt der lokalen Bevölkerung, die üblichen Anweisungen der örtlichen Behörden zu befolgen.

Der Kantonale Führungsstab unter Martin Widmer, Chef der kantonalen Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz, verfolgt die Situation seit Mitternacht aufmerksam. Bei einer wesentlichen Verschärfung der Situation wird er weiter informieren.

  • Staatskanzlei