Hochwasser-Alarm im Aargau
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Es herrscht akute Hochwassergefahr
Wegen der intensiven Regenfälle der letzten Tage und Stunden herrscht im Kanton Aargau akute Hochwassergefahr. Im Reusstal ist die Lage kritisch. Der kantonale Führungsstab (KFS) und die Gemeinderäte der 12 betroffenen Reusstal-Gemeinden stehen im Einsatz. Aufgrund der Situation im Kanton LU ist im Laufe des Tages ein weiteres Anschwellen des Wasserstandes in der Reuss zu erwarten. Die Verantwortlichen des KFS beurteilen die Lage als ernst.
Am Sonntag stiegen aufgrund der intensiven Niederschläge die Wasserspiegel der Flüsse und Seen im Kanton Aargau erheblich an. Vom Hochwasser besonders betroffen ist das Reusstal. Insgesamt stehen im ganzen Kanton 35 Feuerwehren im Einsatz. Bei der Kantonspolizei gingen im Verlaufe der Nacht über 100 Hochwassermeldungen ein. Folgende Strassen sind zur Zeit gesperrt: Reussbrücke in Mühlau, Hauptstrasse Menziken, Hauptstrasse Auw, Strasse Aesch-Mosen. In Bremgarten und Sulz mussten Teile des Campingplatzes geräumt werden. Das Kraftwerk Bremgarten hat bereits im Laufe des gestrigen Abends den Wasserspiegel abgesenkt.Die Wyna erreichte gestern um 2100 Uhr einen Höchststand, mittlerweile hat sich die Lage dort entschärft. Problematisch ist die Situation im Reusstal: Um 0400 Uhr führte die Reuss bei Mühlau eine Wassermenge von 875 m3/pro Sek., was einen sehr kritischen Wert darstellt. Zur Zeit steigt das Wasser immer noch an, der Höchststand wird auf Montag, 1400 Uhr erwartet.
Auch in Wettingen und Baden gab es Überschwemmungen der Limmat. So wurden in der Region "Klösterli" Wettingen zwei Baumaschinen von den Fluten mitgerissen, eine davon ein 20-Tonnen-Bagger. Eine Person musste von der Feuerwehr aus dem Wasser gerettet werden.
Um Mitternacht hat der Kantonale Führungsstab (KFS) unter der Einsatzleitung des Polizeikommandanten seine Arbeit aufgenommen und die ersten Sofortmassnahmen veranlasst: Die Dämme der Reuss werden in den kritischen Abschnitten permanent durch Patrouillen mit Fachleuten des Baudepartementes überwacht. Die Gemeinderäte der 12 betroffenen Reusstalgemeinden Mühlau, Rottenschwil, Merenschwand, Unterlunkhofen, Oberlunkhofen, Jonen, Aristau, Bremgarten, Sins, Oberrüti, Dietwil und Hermetschwil stehen in ständigem Kontakt mit dem KFS und der Bevölkerung in den gefährdeten Zonen und haben entsprechende Vorbereitungsarbeiten zum Schutz von Mensch und Tier vorgenommen.
Der KFS ist in Verbindung mit den Verantwortlichen der umliegenden, ebenfalls betroffenen Kantone. Die Bevölkerung wird laufend über die Medien orientiert. Die Bevölkerung wird gebeten, sich von Flüssen und Brücken fernzuhalten. Es besteht Lebensgefahr.