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Hochwasser-Alarm im Aargau :
Erste Evakuierungen sind vollzogen, Situation nach wie vor kritisch

Die Hochwassersituation im Aargau ist nach wie vor akut. Betroffen sind das Reusstal, Teile des Wiggertals und die Region beim Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat. Es sind insgesamt 55 Feuerwehren mit 2000 Personen und 230 Zivilschützer im Einsatz. Nur in wenigen Gemeinden im oberen Reusstal nimmt die Wassermenge bereits ab. Im unteren Flusslauf von Reuss und Aare wie auch am Rhein werden für den Abend Höchststände im kritischen Bereich erwartet.

Erste Evakuierungen von Personen und Tieren wurden in Oberrüti, in Windisch und in Brittnau abgeschlossen. In Rottenschwil sind Vorbereitungen für eine allfällige Evakuation getroffen worden. Der Kantonale Führungsstab (KFS) hat den betroffenen Gemeinden Sandsäcke zur Errichtung oder Stärkung von Dämmen zur Verfügung gestellt. Verschiedentlich sind lokal die Brücken für den Verkehr gesperrt. Nicht betroffen von Sperrungen sind bis jetzt die Hauptverkehrsachsen. Bisher sind im Aargau keine Personen oder Tiere zu schaden gekommen.

Im Oberen Reusstal nimmt der Wasserstand seit kurzem leicht ab. Die Reuss hat um 13.30 Uhr bei Mühlau einen Durchfluss von 867 m3/s erreicht, bei Mellingen wurden 844 m3/s gemessen. Inzwischen steigen die Pegelstände aber auch an der Aare und am Rhein. Für 16 Uhr wird in Rheinfelden das Erreichen des kritischen Pegelstandes von 3200 m3/s erwartet.

Im Vergleich zu den Vorjahren präsentiert sich die Hochwassersituation diesmal viel grossräumiger. Mit Befriedigung nahm der kantonale Führungsstab davon Kenntnis, dass nirgends Panik herrscht. Die Gemeinden veranlassen lokal die notwendigen Massnahmen in Absprache mit dem KFS. Zur direkten Information der verschiedenen Gemeinden wurde eine Internetseite sowie eine spezielle Telefonnummer eingerichtet. Die Gemeinden wurden per E-Mail direkt orientiert.

Im Rekrutierungszentrum Brugg wurde die für Morgen vorgesehene Aushebung abgesagt, da wegen des Hochwassers der Strom ausgefallen ist. Die Aufgebotenen erhalten schriftlich weitere Informationen zugestellt.

  • Departement Gesundheit und Soziales