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Hasenbestand leicht rückläufig :
Resultate der dritten Feldhasenzählung

Zum dritten Mal haben die Aargauer Jagdgesellschaften den Feldhasenbestand im Kanton Aargau gezählt. Mit 2369 gezählten Hasen ist der Bestand gegenüber 2003 um 204 Hasen zurückgegangen.

Der Feldhase ist in weiten Teilen der Schweiz selten geworden. Die grossflächige maschinelle Nutzung der Wiesen und Felder und der wachsende Verkehr dezimieren seine Bestände. Deshalb ermitteln die Aargauer Jagdgesellschaften alle zwei Jahre die Feldhasenbestände. Die dritte Zählung im Kanton Aargau, welche in diesem Frühjahr durchgeführt wurde, ergab einen Bestand von 2369 Feldhasen. Dies sind 204 Hasen weniger als bei der Zählung 2003 und 640 Feldhasen weniger als bei der ersten Zählung vor vier Jahren.

Unterschiedliche Bestände

Die Resultate in den einzelnen Bezirken fielen dabei sehr unterschiedlich aus: Während der Bezirk Zurzach etwa gleich viele Hasen wie vor vier Jahren und deutlich mehr als vor zwei Jahren verzeichnete, ging der Bestand in den Bezirken Baden und Lenzburg stark zurück. Das gleiche gilt lokal für den Raum Birrfeld, wo Autobahnen, Kantonsstrassen, Eisenbahn und Siedlungsgebiete die einstige Hasenkammer durchqueren.

Ein Lichtblick bildet die Aargauer Reussebene. In diesem Pilotgebiet der Schweizerischen Vogelwarte ist der Hasenbestand nach einem dramatischen Rückgang in den letzten Jahren wieder deutlich angestiegen.

Nachhaltige jagdliche Nutzung

Seit 25 Jahren verzichten die Jäger im Kanton Aargau fast vollständig auf die Hasenjagd. In den vergangenen Jahren sank die Hasenstrecke, also die Zahl der erlegten Hasen pro Jagdjahr, auf unter 10 Tiere. Im Sinne der Nachhaltigkeit können die Feldhasen nur noch dort bejagt werden, wo es die Bestände zulassen, d.h. die Bestandesdichte über 8 Hasen pro Quadratkilometer bejagbare Feldfläche liegt und der lokale Bestand mehr als 25 Tiere oder bei geringerer Dichte 40 oder mehr Tiere umfasst. Im Hinblick auf die anhaltend hohe Fortpflanzungsrate des Feldhasen ist eine jagdliche Nutzung in diesen Gebieten wildbiologisch vertretbar. Nur gerade 13 Jagdreviere erfüllen nach der Zählung 2005 die genannten Kriterien. Für eine Bejagung des Feldhasen ist ein Monitoring unerlässlich.

Lebensraumaufwertung durch aktive JägerschaftWährend die Fallwildzahlen zwischen 1998 und 2001 leicht angestiegen waren, ist die Zahl der tot aufgefundenen Tiere seit drei Jahren wieder leicht rückläufig (rund 100 Hasen pro Jahr). Dies ist ein zusätzlicher Hinweis darauf, dass der Feldhasenbestand im Aargau insgesamt noch immer abnimmt.Mit eigenen Projekten wollen viele Jagdgesellschaften den Lebensraum im Feld weiter aufwerten. Sie setzen sich damit für den Erhalt der Hasenbestände ein. Zahlreichen anderen Tierarten kommen diese Projekte ebenfalls zugute.

  • Departement Finanzen und Ressourcen