Hallwilersee enthält "Burgunderblut"
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Zeichen für Besserung des Seezustandes
Zur Zeit sind rötliche, flockige Beläge auf der Wasseroberfläche und am Ufer des Hallwilersees sichtbar. Dabei handelt es sich um die Blaualge Oscillatoria rubescens, im Volksmund "Burgunderblut" genannt.
Die Bezeichnung "Burgunderblut" wird auf das erstmalige Auftreten im Murtensee im Jahre 1825 zurückgeführt, wo das Phänomen als Rache der 1476 bei der Schlacht von Murten im See versunkenen Burgunderritter gedeutet wurde.
Die Burgunderblutalge trat im Hallwilersee seit Ende des letzten Jahrhunderts auf und bildete in den 50er und 60er Jahren im Sommer unansehnliche Algenblüten. Mit zunehmender Überdüngung des Sees in den 70er Jahren wurde sie von anderen Algenarten verdrängt. Seit einigen Jahren ist die Burgunderblutalge erneut im See gegenwärtig. Zur Zeit bildet sie eine auffällige Algenblüte. Mit Wind können die aufgerahmten Algen ans Ufer getrieben werden und das Wasser rot färben oder eine unansehnliche Schicht auf der Wasseroberfläche bilden.
Die Belastung des Hallwilersees mit Nährstoffen hat in den letzten Jahren markant nachgelassen und liegt heute im Bereich der 50er Jahre. Dennoch gilt der See noch immer als überdüngt. Die seit 1985 betriebene Belüftung hat den See zusätzlich bis zum Grund wiederbelebt. Das erneute Auftreten von Burgunderblutalgen wird von Fachleuten als Zeichen der Besserung des Seezustandes gewertet. Die Algenart kommt selbst im heute nährstoffarmen Vierwaldstättersee vor. Mit dem Phänomen "Burgunderblut" ist daher auch in den nächsten Jahren zu rechnen.