Grossratspräsident und Landammann erschüttert
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Sicherheitsdispositiv wird überprüft
Grossratspräsident Hans Bürge und Landammann Kurt Wernli sind erschüttert über den Anschlag im Zuger Kantonsparlament. Sie haben angeordnet, dass das Sicherheitsdispositiv im aargauischen Grossen Rat überprüft wird.
Laut Medienberichten vom Donnerstagmorgen ist ein als Polizist verkleideter Attentäter ins Zuger Kantonsratsgebäude eingedrungen und hat dort um sich geschossen. Dabei soll es dem Vernehmen nach zahlreiche Verletzte und über 14 Tote geben haben, darunter drei Regierungsmitglieder. Offenbar handelt es sich beim Amokläufer um einen Mann, dessen Aufsichts-Beschwerde gegen eine Behörde zuvor vom Kantonsrat abgelehnt worden war.
Grossratspräsident Hans Bürge und Landammann Kurt Wernli, als Vorsteher des Departementes des Innern auch für Polizeifragen zuständig, wurden sofort durch den kantonalen Informationsdienst benachrichtigt. Sie sind erschüttert, geben jedoch zu bedenken, dass solche Fälle extrem selten sind und eine totale Sicherheit nur im Polizeistaat möglich wäre, den niemand will. Sie haben bei der Kantonspolizei und beim Grossratssekretariat eine Überprüfung des Sicherheitsdispositivs angeordnet. Den Angehörigen der Amok-Opfer sprechen sie ihr herzlichstes Beileid aus.
Der Zutritt zur Zuschauertribüne im Grossratsgebäude ist während der Parlamentssitzungen grundsätzlich frei. In den Ratssaal selber dürfen nur die Mitglieder des Grossen Rates, des Regierungsrates, der Parlamentsdienste sowie akkreditierte Medienschaffende. Laut Ratssekretär Adrian Schmid ist es denkbar, dass künftig während der Behandlung von Beschwerdefällen oder Begnadigungsgesuchen Polizeischutz angefordert wird. Solche Traktanden stehen etwa zwei bis drei Mal pro Jahr auf der Tagesordnung.