Globalbudget für alle Regionalspitäler
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Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen
Mit der flächendeckenden Umstellung aller Regionalspitäler auf die Globalbudgetierung vollzieht der Kanton Aargau eine Neuerung in der Finanzierung des Gesundheitswesens. Mit dem leistungsorientierten Finanzierungssystem will das Gesundheitsdepartement einen Beitrag zur Kostendämpfung leisten.
Die Pionierrolle bei der Globalbudgetierung übernahm 1994 das Regionalspital Rheinfelden. 1996 folgte Menziken, 1999 die Regionalspitäler Laufenburg und Zofingen. Nun haben auch die verbleibenden drei Regionalspitäler Brugg, Leuggern und Muri den Antrag gestellt, auf das Jahr 2001 auf die Globalbudgetierung umstellen zu können. Bei der Globalbudgetierung vereinbaren das Gesundheitsdepartement und die Spitäler feste Fallpreise. Die Spitäler übernehmen damit die Verantwortung, aber auch das finanzielle Risiko im operationellen Bereich. Beim früheren System der Restdefizitdeckung fehlten solche Anreize weitgehend.
Das Gesundheitsdepartement hält fest, dass die Regionalspitäler, die bereits mit dem Globalbudget arbeiten, ein tendenziell kostenbewussteres Verhalten zeigen.
Die flächendeckende Globalbudgetierung gilt vorläufig noch als Pilotversuch. Gesundheitsdirektor Ernst Hasler möchte zunächst weitere Erkenntnisse gewinnen. Ein Ziel ist u.a. eine bessere Vergleichbarkeit der einzelnen Spitäler. Daneben möchte das Gesundheitsdepartement zusammen mit den betroffenen Spitälern aber auch über die Aufgaben und die Abgeltung im Bereich der gemeinwirtschaftlichen Leistungen (z.B. Ausbildung) nachdenken. Nicht zuletzt sollen auch Systeme entwickelt werden, die der Mengenausweitung entgegenwirken.