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Gleiche Kosten, bessere Lösung :
Strassenrückbau mit erhöhter Sicherheit als kostengünstige Lösung in Umiken

Die Kantonsstrasse in Umiken wird auf einer Länge von 1 km erneuert, rund 1000 m2 Belag werden rückgebaut. Gleichzeitig entsteht an den beiden Knoten Villnachern- und Bruggerstrasse je ein Kreisel. Diese Lösung ist gleich teuer wie eine reine Sanierung der heutigen Strasse, bietet den Verkehrsteilnehmenden aber wesentlich mehr Sicherheit. Der Regierungsrat hat in einer Beantwortung der Interpellation von SVP Grossrat Dr. Jürg Stüssi-Lauterburg, Windisch, zu diesem Projekt Stellung genommen.

Der mehr als 30 Jahre alte Belag auf der Bözbergstrasse K 112 in Umiken muss erneuert werden. Bis zur Einweihung der A3 im Jahre 1996 wurde die Hauptstrasse von rund 17'000 Fahrzeugen täglich befahren, weshalb sie mit Abbiegespuren bestückt wurde. Seit der Autobahneröffnung hat sich die Anzahl der Fahrten halbiert. Trotzdem sind Unfälle an den Kreuzungen Villnachern und Riniken relativ häufig.

Die jahrelange, starke Benützung der Strasse hat deutliche Spuren auf der Fahrbahn hinterlassen. Der 1972 eingebaute Deckbelag weist tiefe Risse auf und befindet sich in kritischem Zustand. Er muss dringend erneuert und den heutigen Anforderungen angepasst werden.

Bei jedem Strassenbauprojekt, auch im Rahmen von Belagssanierungen, ist zu prüfen, ob die Strassenanlage den heutigen Bedürfnissen noch gerecht wird. Im Falle der Bözbergstrasse in Umiken ist dies nicht der Fall. Sie ist für die heutige Verkehrsbelastung überdimensioniert, verleitet zu schnellem Fahren und macht ein Einmünden gefährlich.

Beide Varianten praktisch gleich teuer

Mit seiner Interpellation wollte SVP Grossrat Dr. Jürg Stüssi-Lauterburg die Sparmöglichkeiten durch den Verzicht auf nicht unabdingbar notwendige Bauten erfahren. In seiner Antwort zeigt der Regierungsrat die ökologischen wie auch finanziellen Vorteile des Projekts "Sanierung Bözbergstrasse" mit zwei Kreiseln gegenüber der reinen Erneuerung der heutigen Belagsfläche auf.

Die beiden Varianten sind aufgrund der Berechnungen praktisch gleich teuer. Mit dem Einbau der beiden Kreisel Durchmesser je 26 m müssen deutlich weniger teure Belagsflächen gefräst und neu eingebaut werden. Dadurch lassen sich die Mehrkosten für die Randabschlüsse bei den Kreiseln kompensieren. Zudem werden mit der Belagserneuerung der Bözbergstrase rund 1000 m2 Strassenfläche aufgehoben, die jetzt nicht erneuert und später nicht unterhalten werden müssen. Das entspricht einer Einsparung von rund CHF 50'000. Mit der Verkleinerung der Entwässerungsflächen wird auch das Abwassersystem entlastet. Insgesamt können so rund CHF 100'000 an künftigen Unterhalts- und Betriebskosten eingespart werden.

Mehr Sicherheit für den Langsamverkehr

Grosse Vorteile der Knotenanpassung ergeben sich für den Langsamverkehr. Seit der definitiven Festlegung des kantonalen Radroutennetzes durch den Grossen Rat im Jahre 2004 führt die Route 511 von Brugg auf der Bözbergstrasse durch Umiken Richtung Villnachern. Im Zentrum von Umiken zweigt die Route 603 nach Frick ab. Diese beiden kantonalen Radrouten werden im Zuge der Belagserneuerung sicher miteinander verknüpft. Auf der Bözbergstrasse werden durchgehende Radstreifen markiert. Die Sicherheit beim Abbiegen und Einmünden wird dank der beiden Kreisel deutlich verbessert.

Verkehrstechnische Vorteile des Projekts

Ebenfalls dank der Kreisel wird der motorisierte Individualverkehr auf den einmündenden Kantonsstrassen von Villnachern und Riniken flüssiger, sicherer auf die Hauptstrasse geführt und auf das nötige Mass abgebremst. Aber auch der öffentliche Verkehr von Villnachern und Riniken wird flüssiger zirkulieren können und in Spitzenzeiten nicht mehr im Rückstau stecken bleiben. Durch die Aufhebung von Belagsflächen und der Schaffung von Grünflächen mit Bepflanzung kann das Strassendorf aufgewertet werden.

Der Ersatz von bestehenden Strassenbelägen ohne Einbezug einer Gesamtanalyse führt nicht grundsätzlich zu langfristig günstigen Lösungen. Der Doppelkreisel an der Bözbergstrasse ist ein Beweis dafür.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt