Gewalt an den Schulen
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BKS ist besorgt über die zunehmende Gewalt an unseren Schulen
Das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) nimmt das Problem der steigenden Gewaltbereitschaft und der Verluderung der Umgangsformen an unseren Schulen Ernst und reagiert auf die Eingabe der Petition von über 900 Lehrpersonen.
Die am 9. Mai eingereichte Petition von 900 Lehrpersonen zur Revision des Jugendstrafrechts wird vom Departement Bildung, Kultur und Sport als klares Alarmsignal gewertet. Obwohl das Anliegen an die Adresse der Nationalrätinnen und Nationalräte gerichtet war, hat das Departement bereits mit den Initianten der Petition und dem Aargauischen Lehrerverband alv Kontakt aufgenommen. Von beiden Seiten wurde Interesse an einer ersten Aussprache signalisiert. Das BKS wird anschliessend unter Federführung der Abteilung Volksschule und Heime in einer Arbeitsgruppe zusammen mit Vertretungen aus der Lehrerschaft das Problem weiter bearbeiten.
Das BKS ist sich sehr wohl bewusst, dass der Unterrichtserfolg und damit die Qualität unserer Schule nur in einer menschenwürdigen Atmosphäre mit einem entsprechenden Mass an Disziplin gewährleistet werden kann. Die betroffenen Lehrpersonen müssen zur Durchsetzung dieser Disziplin aber über griffigere Instrumente als heute verfügen. Die Änderung des Jugendstrafrechts auf Bundesebene kann dennoch nicht die richtige Lösung sein. Schon bei der Schulgesetzrevision im Jahre 1998 wurden die Disziplinarmassnahmen verschärft und ergänzt (Wegweisung nach Erfüllung der Schulpflicht, Versetzung in andere Klassen und Gemeinden). Dennoch scheint eine erneute Überprüfung der kantonalen rechtlichen Bestimmungen angebracht.
Im Januar dieses Jahres wurden bereits Orientierungshilfen zur Unterstützung von Interventionsschritten an Schulen, Schulpflegen und andere Behörden abgegeben. Nun will das BKS aber vor allem zukunftsgerichtete Massnahmen einleiten. Nur in der Zusammenarbeit mit bereits existierenden Interessengruppen, den Gemeinden und der betroffenen Lehrerschaft sowie durch die Vernetzung bestehender Projekte kann ein erfolgreicher Weg eingeschlagen werden. Diese Kräfte zu bündeln und zu koordinieren erachtet das BKS als seine dringend notwendige Aufgabe.