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Gesundheitspolitik im Aargau :
Im Spannungsfeld zwischen Veränderungen, Erwartungen und Finanzen.

Das Gesundheitsdepartement im Kanton Aargau will, bei gleichbleibend hoher Qualität und einem guten Angebot für alle Einwohnerinnen und Einwohner, die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen dämpfen. Elemente zur Erreichung dieses Zieles stellen das Projekt Spitallandschaft, die Einführung von Marktelementen und das Ausschöpfen von Rationalisierungsmassnahmen dar.

Fragen im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen lassen sich nicht isoliert betrachten, sondern stehen immer in einem umfassenden Kontext. Das Gesundheitsdepartement beantwortet deshalb die in letzter Zeit eingegangen parlamentarischen Vorstösse mit einer Gesamtübersicht über die "Baustelle Gesundheitswesen".

Der Kanton Aargau verfügt über eine sehr gute Gesundheitsversorgung. Daher wirft die aktuelle Entwicklung im Gesundheitswesen drei fundamentale Fragen auf. Kann die hohe Qualität unseres Gesundheitswesens gehalten und den laufend wachsenden Bedürfnissen angepasst werden? Kann auch in Zukunft allen der Zugang zu den medizinischen Leistungen zugesichert werden? Können die stark wachsenden finanziellen Belastungen einerseits durch die öffentliche Hand und andererseits durch die privaten Haushalte noch getragen werden?

Mit zahlreichen Reformen beim Bund und bei den Kantonen wird nach angepassten Lösungen gesucht. In unserem Kanton werden mit dem Projekt Spitallandschaft neue Wege beschritten. Einerseits soll das neue Spitalgesetz, mit mehr Eigenständigkeit und der Leistungsfinanzierung, die Zukunft der Spitäler sichern. Andererseits sollen mit dem Pflegeheimgesetz neue Ideen in der Betreuung von Pflegebedürftigen eingeführt werden.

Investitionen im baulichen und technischen Bereich, wie zum Beispiel mit einem neuen Diagnosegerät (PET = Positron-Emissions-Tomograph), Kooperationen sowohl in den Kantons- wie auch in den Regionalspitälern, ein neues Tarifierungssystem in den Pflegeheimen, der Ausbau in der Psychiatrie mit einer neuen Aufnahmestation und einer Jugendstation, werden vorangetrieben.

Entscheidend für die Patientenzufriedenheit ist ein gut ausgebildetes und freundliches Personal. Deshalb wird der Aus- und Weiterbildung ein hoher Stellenwert eingeräumt. Neue Ausbildungslehrgänge wurden vor kurzem eingeführt. Mit dem neuen Lohnsystem und der neuen Inkonvenienzregelung konnten wesentliche Verbesserungen für die guten Leistungen des Personals erzielt werden. Obschon der Personalstellenplan laufend den Bedürfnissen angepasst wird, kann es in gewissen Bereichen zu Engpässen kommen.

Die Erfüllung der Ansprüche an die Qualität und Quantität führt zu steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Mit diversen Massnahmen versucht der Kanton Aargau die Kostenentwicklung, die stark durch Bundeseinflüsse geprägt ist, zu dämpfen. Dies soll mit der Einführung von Marktelementen, Benchmarking (kantonal und interkantonal) und dem Ausschöpfen von Rationalisierungsmöglichkeiten erreicht werden.

Der Kanton Aargau wird auch in Zukunft eine hohe Qualität im Gesundheitswesen anbieten können.

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