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Gesamterneuerung des Kantonsspitals Baden :
Regierungsrat will Projektunterbruch zur Strategieentwicklung nutzen

Um die Gesamterneuerung des Kantonsspitals Baden (KSB) im Umfeld der gesundheitspolitischen Veränderungen richtig zu positionieren, hat der Regierungsrat einen Projektunterbruch beschlossen. Die Entscheidungsgrundlagen über das weitere Vorgehen werden bis Mitte 2011 vorliegen.

Am 24. März 2009 bewilligte der Grosse Rat einen Planungskredit für die Gesamterneuerung über 28,6 Millionen Franken, der die Ausarbeitung des Vor- und Bauprojekts beinhaltete. Die Basis bildete die Machbarkeitsstudie 08 mit einer Grobkostenschätzung von rund 330 Millionen Franken. Gleichzeitig wurde der Regierungsrat vom Grossen Rat beauftragt, sich für eine Verkürzung der Bauzeit einzusetzen.

In der Zwischenzeit haben sich verschiedene Rahmenbedingungen verändert:

1. Im Juni 2010 erteilte der Grosse Rat dem Regierungsrat den Auftrag, zum Thema "Zentralspital" einen detaillierten Bericht mit möglichen Szenarien zu erarbeiten.

2. Im gleichen Zeitraum haben die Kantone AG, BL, BS und SO einen gesundheitspolitischen Versorgungsbericht erstellt, der im November 2010 veröffentlicht wird.

3. In der Abschlussphase des Vorprojekts Gesamterneuerung KSB hat sich gezeigt, dass die zu erwartenden Kosten über den bisherigen Kostenannahmen liegen. Je nach Berücksichtigung möglicher Optionen liegen diese zwischen 450 und 500 Millionen Franken.

Masterplanung auch für das KSB

Vor diesem Hintergrund hat der Regierungsrat beschlossen, die Projektierung Gesamterneuerung KSB unabhängig von der aktuellen Kostenentwicklung zu unterbrechen. Auf diese Weise können Planungskosten im Umfang von rund vierzehn Millionen Franken gesichert werden, die sich bei einer Fortsetzung der Projektierung durch übergeordnete strategische Weichenstellungen als verloren erweisen könnten.

Der Projektunterbruch schafft die Möglichkeit, die Erkenntnisse aus den laufenden Planungen in die Entscheidung über das weitere Vorgehen einfliessen zu lassen. Analog zur Masterplanung über das Kantonsspital Aarau soll zudem auch über das Kantonsspital Baden eine betriebliche und bauliche Gesamtschau erstellt werden. Die Masterplanung KSB wird unter anderem Aufschluss über die Frage geben, ob die Gesamtsanierung weiterverfolgt oder ein Neubau ins Auge gefasst werden soll.

Mitte 2011 liegen die Unterlagen vor

Die erwähnten Entscheidungsgrundlagen werden voraussichtlich bis Mitte 2011 vorliegen. Der Zeitplan für die Gesamterneuerung beziehungsweise für einen möglichen Neubau des KSB zeigt, dass sich die Fertigstellungstermine der beiden Varianten nicht wesentlich unterscheiden. Der Verwaltungsrat der Kantonsspital Baden AG steht dem Vorgehen denn auch positiv gegenüber. Dies vor dem Hintergrund, dass mit der Masterplanung nicht zuletzt auch die Betriebskonzepte der einzelnen medizinischen Departemente im Hinblick auf die 2012 geplante Einführung der Fallkostenpauschalen untersucht und optimiert werden können.

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