Gesamterneuerung des Kantonsspitals Baden
:
Investitionen zur Erhaltung der Qualität im KSB
Nach 25 Jahren intensiver Nutzung soll das KSB erneuert werden. Die entsprechende Botschaft der Regierung wurde im August 2003 dem Grossen Rat zugeleitet. Fragen der Grossrätlichen Gesundheitskommission (GGK) zum Projekt wurden nun in einer Ergänzungsbotschaft der Regierung beantwortet.
Die Gesundheitskommission des Grossen Rates hat am 1. Juli 2004 die Beratungen zum Projektierungskredit aufgenommen und an einer zweiten Sitzung vom 27. August 2004 abgeschlossen. Dabei wurde sowohl das Sanierungskonzept wie auch der Projektierungskredit einstimmig gutgeheissen mit der Auflage, dass zum Zeitpunkt des Gesuches des eigentlichen Baukredites die Übereinstimmung des Sanierungsprojektes mit der gesundheitspolitischen Gesamtplanung und der neuen Spitalkonzeption nachgewiesen wird, welche beide momentan in Arbeit bzw. in Überarbeitung stehen. Das Kantonsparlament wird voraussichtlich noch im September über diesen Kredit entscheiden und damit die Weichen für die medizinische Grundversorgung im Ostteil des Kantons Aargau in den nächsten Jahren stellen.
Die Investitionskosten für die Sanierung mit den baulichen, betrieblichen und technischen Bedürfnissen höchster Priorität betragen neu 105 Mio. Franken (Kostenstand März 2004). Davon sind ca. 70 Mio. Franken werterhaltende Bau- und Installationstechnische Massnahmen. Die Realisierung der Sanierung soll im Jahr 2006 aufgenommen werden und sechs Jahre dauern. Die für diese Sanierung notwendige Planung von Bauprojekt und die Kostenermittlung ist ab Herbst 2004 bis Ende 2005 vorgesehen. Die Aufwendungen für diese Planung betragen 6.8 Mio. Franken.
Der Erneuerungsbedarf mit höchster Priorität besteht in den Bereichen Notfall, Röntgen, Tagesklinik und in den Ambulatorien. Hier bestehen die höchsten Frequenzen und sind Innovationen auf Grund neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden dringend notwendig. In einem weiteren Schritt werden in die Patientenzimmer Nasszellen eingebaut und die Stationsbüros den heutigen Bedürfnissen angepasst. Der veränderte Projektumfang ist auf eine Optimierung der betrieblichen Abläufe und der Nutzung von dadurch möglichen Synergien zurück zu führen. Die zu sanierende Nettogeschossfläche wird als direkte Folge davon um ca. 3'000 m2 erweitert und erhält in diesem Umfang erste Priorität. Diese Fläche wird in späteren Sanierungsetappen eingespart werden können.Die allfällige Umwandlung des Bezirkspital Brugg hat sowohl nach Beurteilung des Gesundheitsdepartements wie auch der Grossrätlichen Gesundheitskommission keine Auswirkung auf die baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit der Sanierung. Hingegen können sich die Steigerungen der Leistungsfrequenzen auf die benötigten Personalressourcen auswirken.