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Gemeinsame Strategie festgelegt :
Verhütung und Vergütung von Schwarzwildschäden

Jäger, Bauern, Gemeinden und Kanton packen das Schwarzwild-Problem gemeinsam an: Der Lenkungsausschuss hat an seiner Sitzung vom vergangenen Montag den grundsätzlichen Zielsetzungen des Finanzdepartementes zur Verhütung und Vergütung von Schwarzwildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen zugestimmt.

Die Wildschweine sorgen für Probleme: Trotz intensiven Bemühungen der Jagd, den Aargauer Schwarzwildbestand zu reduzieren, mussten im letzten Jahr Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen von 520'000 Franken vergütet werden. Dies entspricht einer Zunahme der Schadenssumme von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Die Wildschadenskasse geriet dadurch in die roten Zahlen", erläuterte Regierungsrat Roland Brogli an einer Medienorientierung.

Um die Kasse mittel- bis langfristig entlasten zu können, erstellte die Sektion Jagd und Fischerei des Finanzdepartementes zusammen mit der Subkommission Schwarzwild der Jagdexpertenkommission ein Konzept zur Verhütung und Vergütung von Schwarzwildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen.

Am letzten Montag hat der Lenkungsausschuss - er besteht aus Vertretern des Jagdschutzvereins, der Jagdexpertenkommission, der kantonalen Jagdkommission, des Aargauer Bauernverbandes, der Kantonalen Zentralstelle für Pflanzenschutz sowie des Finanz- und des Baudepartementes - den Grundsätzen des Konzeptes zugestimmt. Die Vertreter waren sich einig, dass die Schwarzwild-Problematik nur gemeinsam gelöst werden kann.

Schwarzwildbestände nachhaltig senken

Das Konzept beinhaltet sowohl Massnahmen zur Verhütung wie auch zur Vergütung von Schwarzwildschäden. Ziel der Massnahmen ist es, die Schwarzwildbestände zu senken und nachhaltig zu stabilisieren. Gleichzeitig soll die jährliche Schwarzwildschadenssumme mittelfristig wieder unter 250'000 Franken reduziert werden. Dies entspricht dem Stand von 1990.

Um dieses hochgesteckte Ziel erreichen zu können, braucht es die Mitarbeit von Jägern und Landwirten. Die Vertreter von Jagdschutzverein und Bauernverband sicherten dem Kanton am Montag ihre Unterstützung zu und konnten sich auch mit ersten konkreten Vorschlägen einverstanden erklären.

So stimmte der Jagdschutzverein der bereits erfolgten Sonderabschussbewilligung während der Schonzeit unter der Bedingung zu, dass nach Ende der Schonzeit eine Standortbestimmung vorgenommen und die Ergebnisse bei der Erteilung der Sonderabschussbewilligung 2003 berücksichtig werden. Der Bauernverband will mit seinen Mitgliedern dazu beitragen, die Schadensereignisse mit geeigneten Verhütungsmassnahmen zu senken.

Die Sektion Jagd und Fischerei wird das Konzept zur Verhütung und Vergütung von Schwarzwildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen nun weiter verfeinern und dabei auch die Anregungen des Lenkungsausschusses einfliessen lassen. Im Juni sollen die revidierten Weisungen zur Vergütung der Wildschweinschäden sowie die Empfehlungen zur Verhütung von Wildschweinschäden in die Vernehmlassung geschickt werden.

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