Gegenseitig sensibilisieren
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Massnahmen gegen Fremdenfeindlichkeit
Einheimische und Fremde sollen im Aargau unverkrampfter miteinander umgehen. Der Regierungsrat will dieses Ziel mit Informationen und Aktionen erreichen. Dafür stehen 65'000 Franken aus dem Lotteriefonds zur Verfügung.
Der Regierungsrat erfüllt damit einen Auftrag des Grossen Rates zum Abbau von Fremdenfeindlichkeit. Bereits 1992 hatte der Grosse Rat ein entsprechendes Postulat von Max Chopard (SP, Untersiggenthal) an den Regierungsrat überwiesen.
Ziel der Massnahmen ist es, bei Einheimischen und Fremden Wissen, Kenntnisse und Verständnis füreinander zu fördern. Die Botschaft ist: Wir wollen nicht nur neben-, sondern miteinander leben. Diese Botschaft soll via TV-Spot und andere geeignete Mittel an die Öffentlichkeit herangetragen werden. Der Regierungsrat stellt dafür aus dem Lotteriefonds insgesamt 65'000 Franken zur Verfügung. Für einzelne Massnahmen arbeitet der Kanton Aargau mit dem Bund und weiteren Geldgebern zusammen.
Massnahmen gegen die Fremdenfeindlichkeit im weiteren Sinne werden bereits von allen Departementen durchgeführt. So werden Mitarbeitende, die in heiklen Bereichen beruflich im Kontakt mit Ausländerinnen und Ausländern stehen, regelmässig geschult. In der interkulturellen Erziehung, aber auch in der Gesundheitserziehung werden Hilfestellungen in Form von Lehrmitteln angeboten. Diverse Impulsveranstaltungen und Projekte wie 1999 "Gemeinsam gegen Gewalt" oder "Berufliche Integration ausländischer Jugendlicher" helfen, das Verständnis für das Fremde und die Fremden zu fördern. Präventiv wirkt die Tätigkeit der Strafverfolgungsbehörden (Polizei, Bezirksämter, Staatsanwaltschaft, Jugendanwaltschaft), die Widerhandlungen gegen das Antirassismusgesetz und andere Straftatbestände konsequent verfolgen.