Fünfjähriges Verbot für Weissdorn
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Verbindliche Massnahme zur Bekämpfung des Feuerbrands
Als gefährliche Bakterienkrankheit bedroht Feuerbrand die Kernobstbäume. Der Regierungsrat hat deshalb das Verbot für den Anbau und die Anpflanzung von Weissdorn für fünf Jahre auf das gesamte Kantonsgebiet ausgedehnt. Bisher war das Verbot auf lokale Schutzobjekte beschränkt.
Damit die vom Feuerbrand bedrohten Hochstammbäume, Erwerbsobstanlagen und Baumschulen nachhaltig vor neuen Feuerbrand-Infektionsherden geschützt werden, muss das Anbauverbot von stark anfälligen Wirtspflanzen ausgedehnt werden. Auf Antrag der Task Force Feuerbrand und in Abstimmung mit den umliegenden Kantonen hat der Regierungsrat beschlossen, das Anbau- und Anpflanzverbot für alle Weissdornarten (Crataegus spp.) auf das ganze Kantonsgebiet auszudehnen. Das Verbot ist auf fünf Jahre befristet und tritt nach einer Übergangsfrist am 1. Mai 2012 in Kraft.
Weissdorn stark anfällig auf Feuerbrand
Die weit verbreiteten Weissdornsträucher gehören zu den ökologisch wertvollsten Gehölzen, sind leider aber stark anfällig auf die Bakterienkrankheit Feuerbrand. Da sie an Waldrändern, in Hecken und Privatgärten nur schwierig zu überwachen sind, tragen sie zur Ausbreitung dieser gefährlichen Krankheit bei. Aus diesem Grund wird nun vorbeugend auf Neupflanzungen verzichtet. Nicht unterbunden werden kann jedoch die natürliche Verjüngung.
Vorbeugende Massnahmen
Im Rahmen seiner Feuerbrandstrategie setzt der Regierungsrat seit Jahren auf vorbeugende Massnahmen, um die wirtschaftlichen und ökologischen Schäden tief zu halten. Nebst gezielten, flächendeckenden Kontrollen in allen Gemeinden ist bereits seit Jahren die Anpflanzung anfälliger Zierpflanzen verboten (u.a. Cotoneaster, Feuerbusch, Feuerdorn, Wollmispel). Damit der Feuerbrand zum Beispiel nicht durch Bienen verschleppt wird, ist in gefährdeten Gebieten das Verstellen von Bienen eingeschränkt.
Feuerband bleibt gefährlich
National und international hat die Bakterienkrankheit Feuerbrand schon sehr grosse Schäden verursacht. Allein in der Schweiz sind mehrere tausend Hochstammbäume und hunderte von Hektaren Erwerbsobstanlagen betroffen. Das Finden und die Vernichtung von kranken Pflanzen ist weiterhin die wichtigste und nachhaltigste Bekämpfungsmassnahme.
Mehr Infos zu Feuerbrand finden sich auf: Feuerbrand.