Folgemassnahmen Mutschellen im Fahrplan
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Neue Verkehrszahlen liegen vor
Das Ziel der gleichzeitigen Inbetriebnahme der Folgemassnahmen N20/N4 mit der Zürcher Westumfahrung ist nach wie vor realistisch. Die aargauischen Projekte können im nächsten Jahr zusammen mit dem Umweltverträglichkeitsbericht öffentlich aufgelegt werden.
Während auf Zürcher Seite die Gestalt der Autobahn im Gelände bereits ersichtlich ist, befinden sich die aargauischen Folgemassnahmen noch im Stadium der Ausführungsprojektierung. Das Baudepartement ist jedoch zuversichtlich, dass bis zur Inbetriebnahme der Westumfahrung Birmensdorf (2008), bzw. des Uetlibergtunnels (2010) auch die Umfahrungen Oberwil-Lieli und Zufikon dem Verkehr übergeben werden können.
In der Region Mutschellen wird vor allem der Anschluss Birmensdorf zusätzlichen Verkehr anziehen. Deshalb haben Region und Kanton schon anfangs der 90-er Jahre flankierende Massnahmen zum Schutz der Siedlungsgebiete vor dem Mehrverkehr studiert. Die damaligen Vorschläge stimmen weitgehende mit dem heute projektierten Massnahmenpaket überein:
- Umfahrung Zufikon (Zufikerrank - Sädelstrasse)
- Massvoller Ausbau Sädelstrasse mit Kreisel Mattenhof
- Umgestaltung der Dorfstrasse Berikon
- Umfahrung Oberwil-Lieli (Tunnelvariante "Überbauungslücke").
Um die Auswirkungen dieser Massnahmen beurteilen zu können und als Grundlage für die Umweltverträglichkeitsprüfung hat das Baudepartement die Auswirkungen der Folgemassnahmen abklären lassen. Erstmals konnte dafür am Mutschellen das kantonale Verkehrsmodell KVM-AG eingesetzt werden. Fazit der Untersuchungen: Die Eröffnung der Zürcher Nationalstrassen löst in der Region Mutschellen eine überdurchschnittliche Verkehrszunahme aus. Mit Hilfe der Folgemassnahmen kann die Verkehrszunahme von den Siedlungsgebieten ferngehalten werden.
Ein Vergleich zwischen dem Zustand 2010 ohne Folgemassnahmen und dem Istzustand (1998) macht deutlich, welchem Belastungsdruck die Zubringerachsen zum Anschluss Birmensdorf durch die allgemeine Verkehrsentwicklung (ca. 15 %) und die Zürcher Autobahnen ausgesetzt sind:
- Auf der Sädelachse wird der Verkehr mehr als verdoppelt.
- In Berikon beträgt der Zuwachs über 20 %.
- Zwischen Unterlunkhofen und Oberwil beträgt der Zuwachs rund 50 %.
Mit den Folgemassnahmen kann die Gesamtverkehrsmenge nicht reduziert werden. Zufikon und Lieli werden aber umfahren, so dass der Innerortsverkehr deutlich abnehmen wird. In Berikon vermögen die Verkehrsberuhigungsmassnahmen eine Plafonierung auf dem heutigen Stand zu erreichen. Auch zwischen Oberwil und Lieli erzielen sie eine Verkehrsreduktion, allerdings zu Lasten der Route über Arni.
Die Untersuchung verdeutlicht einmal mehr, dass sich der Kanton Aargau zu Recht für die gleichzeitige Inbetriebnahme der N4 im Knonaueramt einsetzt. Andernfalls müssten die Gemeinden an den Zufahrtsachsen zum Anschluss Birmensdorf über Unterlunkhofen - Oberwil oder über Arni vorübergehend mit einem grös-seren Verkehrsaufkommen rechnen.