Flughafen-Mediation
:
Kanton und Gemeinden vertreten den Aargau gemeinsam
Am neunten Panel Fluglärm liessen sich die Gemeinden aus dem Ostaargau über die Flughafenmediation informieren. Im Interesse einer ausgewogenen Diskussion verlangt Regierungsrat Peter C. Beyeler, dass die Gemeinden der betroffenen aargauischen Regionen an der Mediation teilnehmen.
Die Verfahren zur Festlegung des zukünftigen Flugregimes auf dem Flughafen Zürich sind im letzten Jahr ins Stocken geraten. Um die Verhandlungen aus der Sackgasse zu führen, beabsichtigt das Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), zusammen mit der Flughafenbetreiberin Unique und dem Kanton Zürich eine breit angelegte Mediation durchzuführen. Dabei sollen, gemeinsam mit allen Betroffenen, einvernehmliche Lösungsansätze für den zukünftigen Betrieb des Flughafens gesucht werden. Das Mediationsverfahren wird zur Zeit von Spezialisten, dem Process-Providing Team vorbereitet.
Die Vorbereitung der Mediation war auch das Thema am letzten Freitag in Wettingen, beim neunten, vom Baudepartement organisierten "Panel Fluglärm". Dabei orientierten die Process-Provider die Gemeinden des Ostaargaus über die Grundgedanken und den Ablauf der Mediation.
Grundsätzlich begrüssen die Gemeindevertreter den Versuch dieser neuartigen Konfliktregelung. Gleichzeitig teilten sie die Meinung von Regierungsrat Peter C. Beyeler, dass eine regional ausgewogene Beteiligung für den Erfolg der vorgesehenen Mediation ausschlaggebend ist. Die Interessen der Regionen Zurzibiet-Kaiserstuhl, Baden-Wettingen und Limmattal-Rohrdorfer Berg sollen bei der Vorbereitung der Mediation von Gemeindevertretungen und dem Kanton gemeinsam eingebracht werden. Auch wurde es als sinnvoll erachtet, das Fricktal, welches durch die Verlegung eines Warteraumes betroffen ist, in den Mediationsprozess einzubinden.
Ob der gordische Knoten der Fluglärmverteilung mit der Mediation gelöst werden kann, ist offen. Der Aargau, Kanton und Gemeinden, ist bereit, konstruktiv an einer Lösung mitzuarbeiten. Er wird aber auch im Mediationsverfahren konsequent für eine faire Verteilung der Belastungen eintreten.