Finanzierungsgesellschaft für den Campus
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Botschaft dem Grossen Rat zugestellt
Der Regierungsrat will eine kantonale Finanzierungsgesellschaft für die Bauten der Fachhochschule Nordwestschweiz schaffen. Als erstes Vorhaben soll die Sanierung Klosterzelg II des Campus Brugg/Windisch über die Finanzierungsgesellschaft abgewickelt werden.
"Mit der Schaffung einer kantonseigenen Finanzierungsgesellschaft Campus werden die Vorteile einer Investorenlösung mit den Vorteilen der Eigenfinanzierung kombiniert", erklärt Regierungsrat Roland Brogli. Über die geplante Finanzierungsgesellschaft, welche zu 100 Prozent im Besitz des Kantons ist, sollen künftig alle neuen Bauvorhaben und bestehende Mietlösungen der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) abgewickelt werden. Der Kanton kann damit die Finanzierung der grossen Bauvorhaben des Campus sicherstellen, die einmaligen Investitionsspitzen glätten und Kostenoptimierungen vornehmen.
Wie der Regierungsrat in seiner Botschaft an den Grossen Rat darlegt, sollen alle im Eigentum des Kantons stehenden Immobilien der FHNW an die Finanzierungsgesellschaft übertragen werden. Kommt es zu einem neuen Bauvorhaben, wird die Finanzierung über die Finanzierungsgesellschaft vorgenommen. Der Kanton stellt der Gesellschaft ein verzinsliches Darlehen zur Verfügung. Das Darlehen wird über die Nutzungsdauer der Immobilie verzinst und amortisiert.
Auswirkungen wird die Schaffung einer Finanzierungsgesellschaft Campus auch auf bestehende Miet- oder Investorenlösungen haben. "Bei Objekten mit Miet- oder Investorenlösungen wird die Möglichkeit eines Kaufs durch den Kanton geprüft", führt Brogli aus. "Diejenigen Objekte, bei denen eine Kostenoptimierung erreicht werden kann, sollen gekauft und die Finanzierung über die neue Gesellschaft abgewickelt werden."
Als Hauptvorteile der Finanzierungsgesellschaft bezeichnet der Regierungsrat, dass Aufwand und Ertrag periodengerecht verbucht, ausserordentliche Investitionsspitzen vermieden und die Mietkosten von bestehenden Investoren- und Mietlösungen um rund einen Prozentpunkt verbessert werden können. "Zudem wirkt sich positiv für den Finanz- und Wirtschaftsplatz aus, dass die in der Bilanz ausgewiesene Nettoverschuldung des Kantons dank der Abwicklung neuer Bauvorhaben über die Finanzierungsgesellschaft nicht ansteigt", meint Brogli.
Erstes Bauvorhaben: Sanierung Klosterzelg II
Als erstes Vorhaben soll die Sanierung Klosterzelg II des Campus Brugg/Windisch über die neu geschaffene Finanzierungsgesellschaft Campus abgewickelt werden. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat dafür einen Grosskredit für einen einmaligen Nettoaufwand von 28,558 Millionen Franken für den Baukredit mit Baukreditzinsen. Das dafür benötige Darlehen des Kantons wird während der Nutzungsdauer von 25 Jahren mit einem jährlichen Satz von vier Prozent abgeschrieben und zu den Selbstkosten des Kantons verzinst.